7 Gescheid-Haferl Tipps für eine garantiert unvergessliche Hochzeitsfeier

7 Gescheid-Haferl Tipps für eine garantiert unvergessliche Hochzeitsfeier

So eine Hochzeit ist immer etwas ganz Besonderes. Etwas tief Emotionales. Ich wage sogar zu behaupten, dass man anhand wie jedes einzelnen Paar die Hochzeit vorbereitet und feiert, ziemlich treffsichere Prognosen über den weiteren Beziehungsverlauf und die Beständigkeit der Ehe abgeben kann. Es geht gar nicht so sehr um die einzelnen Charaktere des Brautpaares, sondern mehr darum, wie sie die beiden ergänzen und am allermeisten wie stark ihre Liebe zueinander ist. Die Gründe für eine Heirat können so unterschiedlich sein, wie es die Menschen sind. Hochzeitsfeiern auch. Aber wie es so oft bei großen Gefühlssachen ist, man kann alles bis ins kleinste Detail planen, irgendwann muss man den Dingen ihren Lauf lassen. Zu durchgeplante Feiern wirken verkrampft, weil kein Raum mehr für Spontanität ist. Eine Feier ganz ohne Plan jedoch hat fast den gleichen gähnenden Effekt. Eben weil dann jeder darauf wartet, dass was passiert und die Zeit dann am Ende schon einmal sehr lang erscheinen mag. Was wäre also der beste Weg? Der Dalai Lama würde sagen, den in der Mitte, den sollt ihr gehen. Ich finde er hat völlig Recht, der gute Mann. ( der übrigens am 6.Juli diesen Jahres 80 geworden ist und noch immer so herzerfrischend strahlt wie ein kleines Kind) Und weil ich schon über 38 Jahre hier im Arzbacher Hof lebe und schon so viele Hochzeiten erleben durfte,(und selber schon einmal geheiratet habe;-)) bin ich jetzt einmal ein kleines Gescheidhaferl und schreibe euch meine 7 besten Tipps für die perfekte Hochzeitsvorbereitung auf.
1. Finde den Richtigen/ die Richtige
Ja, dieser Punkt mag selbstverständlich klingen. Ist er aber nicht. Es gibt wirklich tolle Bücher, wie “Liebe dich selbst und es ist egal, wenn du heiratest” von Eva Maria Zuhorst, viel Wahrheit mit Sicherheit, aber ich persönlich habe immer an die wahre Liebe geglaubt. Klar lieben wir viele Menschen, Liebe ist groß und ausdehnbar, wir lieben ja auch unsere Freunde, Kinder, Arbeitskollegen… (hoffe ich) Wenn aber dann der Richtige/ die Richtige, um die Ecke kommt, dann weiß man das einfach. Ich glaube nicht, dass man heiraten muss, wenn die große Liebe plötzlich da ist. Heirat ist nur ein Symbol, aber unterschätze ihren Wert nicht. Zueinander ja sagen und das auch noch öffentlich, hat erstmal Kraft. Kraft auf die man gerne zurück greift in Zeiten in denen der Himmel einmal nicht mit rosa Wolken behangen ist. Woran erkennst du, ob es der Richtige ist? Ich sage es dir jetzt noch einmal, bitte glaube mir, wenn es soweit ist, weißt du das einfach. Intuition, Bauchgefühl.
2. Lade alle “wichtigen” Familienmitglieder und Freunde ein oder heirate im kleinen Stil
Wenn ihr eine riesengroße Verwandtschaft habt, müsst ihr deswegen nicht alle Cousins und Cousinen einladen oder den Großonkel aus Amerika. Wer hat eine Verbindung zu euch? Wenn ihr zum Beispiel alle Tanten einlädt nur Tante Erna nicht, weil du noch nie so einen richtigen Draht zu ihr hattest und weil das nicht nur an der ollen Flippersplatte lag, die ihr immer an ihren Geburtstag anhören musstet oder an dem alljährlichen Glas Silvester-Bowle zuviel und den seltsamen Sachen die sie dir dann immer ins Ohr säuselte. Lasse dir eines sagen, eine Tante Erna gibt es in jeder Familie, aber sie gehört dazu. Sieh es mit Humor, aber vergiss sie nicht. Bei Dornröschen ist das auch nicht gut ausgegangen. Du kennst ja die Geschichte mit der nicht eingeladenen Fee am Anfang des Märchens und weil Märchen meistens doch noch gut ausgehen, besonders die mit Prinzessinnen, hat Dornröschen echt noch einmal Glück gehabt. Bei Freunden gilt übrigens das Gleiche. Dabei gibt es noch zwei goldene Regeln. Weniger ist mehr und Qualität geht vor Quantität. Und irgendwann ist dann auch Schluss. Es wird immer jemanden geben, denn ihr noch auf eure Gästeliste hätten setzen können. Passt einfach auf die Feen und Tante Erna auf.
3. Finde heraus was euch wichtig ist
Wollt ihr eine sechsstöckige Hochzeitstorte, eine Live-Band oder die klassische Pferdekutsche die vorfährt und euch von der Kirche abholt. Wer seid ihr? Was ist euch wichtig? Schreibt ruhig eine Liste und pickt dann die wichtigsten Punkte raus. Legt euere Konzentration auf die Organisation dieser Dinge. Ist einer von euch (oder beide) zum Beispiel leidenschaftlicher Hobbygärtner spielen Blumen und Deko wahrscheinlich eine größerer Rolle als wenn einer von euch ( oder beide) Mitglied bei den Hells Angels ist.
4. Gehe Kompromisse ein
Ok, nun habt ihr doch tatsächlich eine Was-mir-so-wichtig-ist-Liste und stellt fest, das sich diese komplett von derer eures/eurer bald Ehemann/Ehefrau unterscheidet. Und nun? Es geht hier ja einfach darum euch beide als Persönlichkeiten gleichwertig zu integrieren. Da kann man auch mal dem Wunsch nachgeben, dass die kleine Nichte der Braut “Ein Vogel wollte Hochzeit machen” auf der Blockflöte zum Einzug in der Kirche spielen darf, wenn wenigsten Onkel Erwin das mit dem Singen lässt. Es darf dann der Braut zuliebe auch einmal ein paar Stunden Tanzkurs sein, wenn der Junggesellenabschied mit den Kumpels nach Mallorca ging. Aber Tanzkurse werden meiner Meinung nach grundsätzlich total überschätzt.
5. Mach deinen Gäste Freude
Sind Kinder auf der Hochzeit? Könnt ihr vielleicht Kinderbetreuung organisieren. Schaut ganz genau hin und auf all die kleinen Details, über was würden sich deine Gäste wirklich freuen. Ein Feuerwerk? Das Lawendelsäcklein als give-away? Eine stimmungsvolle Live-Band, eine atemberaubende Location? Es ist euere Hochzeit, darum vergesst jetzt einmal kurz Tanten Erna. Es sei denn ihr wollt des Flippers arrangieren. Der große Trick ist, euer Ding zu machen und trotzdem alle anderen mit einzubeziehen. Gutes Essen kann da übrigens schon sehr helfen. Dann sind alle entspannter. 🙂 Die richtigen Getränke auch.
6. Lasse los
Irgendwann sind alle Einladungen verschickt, alles ist geplant, jetzt heißt es einfach nur genießen. Dieser Tag ist euer Tag und ihr werdet nur einmal heiraten. Macht euch frei von der Vorstellung, dass dieser Tag der Schönste in eurem Leben sein soll! Ich hoffe ihr habt noch viele schöne Tage, die einander immer wieder übertreffen. Eure Hochzeit soll ein schöner Tag von vielen sein. Momente kann man nicht planen, das Wetter übrigens auch nicht. Dann würde es wahrscheinlich nur noch Hochzeiten mit Sonnenschein geben und das wäre ja ziemlich langweilig.
7. Vergiss die Liebe nicht
Um die geht es hier und um euch. Deswegen sind wir hier. Und jetzt plaudere ich einmal aus dem Nähkästchen: Einer der schönsten Augenblicke auf unserer Hochzeit war der, als mich mein Mann mit dem Auto vor dem Friseur abgeholt hat. Ich stand da einfach so im Brautkleid und er kam und holte mich ab, sein Mädchen you know. Das war so ein schlichter, einfacher, ehrlicher Moment, der mich so sehr berührt hat. Ich werde ihn nie vergessen und wenn ich hundert Jahre alt werden sollte. So war das alles nicht geplant.
Was ich euch jetzt wünsche? Ein langes, glückliches und lustiges Leben, hört nicht auf an die große Liebe zu glauben und nach ihr zu suchen. Wenn ihr sie gefunden habt, lasst sie nicht mehr los. Aber liebe dich selbst, weil es eben nicht egal ist, wenn du heiratest. (Anmerkung an Eva Maria Zuhorst, deine Bücher liebe ich trotzdem;-) Aus ganzem Herzen M.
Bild/ M.Linke

Neue Wege und die Kuchenmarie

Neue Wege und die Kuchenmarie

Der Sommer hat uns ganz. Es ist gerade Hochsaison im Arzbacher Hof und auf dem Alpencampingplatz. Soviel zu tun! Du kennst es sicher auch das Gefühl, wenn du garnicht mehr weißt wo man am besten und als erstes anfängt. Und gerade dann ist es manchmal eine unbedingte Notwendigkeit einfach einmal etwas ganz anderes zu tun. Etwas das völlig kontrovers zum normalen Alltagsgeschehen läuft. Etwas das dich für ein paar Stunden genau da rausholt, damit du kurz Luft holen kannst und du dich wieder atmen hörst in deiner lauten Welt. So ging es mir gestern bei einem extrem chilligen, gemütlichen Tortenmodellierworkshop der Kuchenmarie in München. Allein schon der Name Kuchenmarie ist wie eine Zenmeditation. So wie auch die äußerst liebenswürdige, tiefenentspannte Dame die sich hinter der Kuchenmarie versteckt und im wahren Leben Sandra heißt. Ich würde ja so gerne gut backen können, kann es aber nicht. Aber ich bin überzeugt, daß ich es könnte, es sich nur noch kein Moment ergeben hat, an dem meine in mir schlummernde Begabung so wie heiße Lava aus dem inneren der Erdkruste langsam nach oben fließt konnte. (hohoho) So als ob man immer wußte, daß sie da ist, es nur nicht sehen konnte. Mit dem Tanzen geht es mir zum Beispiel auch so, nur mag ich es nicht besonders gerne, weil ich es eben nicht kann. Im Grunde aber glaube ich, wenn ich nur wollte…zurück zur Marie. Ich habe den Kurs meiner Patenkindnichte zu ihrem 16. Geburtstag geschenkt. Im Gegensatz zu mir macht sie nämlich ganz unglaubliche Torten und Kuchen! Wenn man 16 ist und solche Torten backen kann, dann sehe ich mich als Tante in der Pflicht dieses Talent in jeglicher Art und Weise zu unterstützen. Nicht nur aus eigennützigem Interesse was die Kaffeerunde an Familienfesten angeht, nein, wirklich um dieses Begeisterungsfeuer für so etwas Tolles wie das Backen, am brennen zu halten. Ich habe mich für diesen Workshoptag nur als Begleitung eingeteilt. Jemand der in der ersten Reihe dabei ist, um zu bezeugen, dass meine kleine Nichte wirklich unschlagbar ist und sollte sie wirklich doch noch Konditorin werden, ich es immer schon gewußt habe. Kuchenmarie erzählt von Fondant & Cakelace und ich höre alles was sie sonst noch sagt zum ersten Mal. Sie macht jeden der Schritte vom perfekten Eindecken einer Torte bis zum feinen Verzieren mit Zuckerblumen ganz genau vor und langsam tauche ich ein in diese neue Welt. Es ist im Grunde wie ein Bastelnachmittag mit unseren Kindern. Nach einiger Zeit vergißt man Raum und Zeit, es ist so herrlich kreativ zu sein! Mit uns sind noch weitere acht Workshopteilnehmer in dem kleinen, schnuckeligen Lädchen der Kuchenmarie eifrig am an ihrer Torte rumbasteln und am Ende ist jede davon für sich ein kleines Kunstwerke geworden.

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Ich staune und stelle fest, ich hatte nicht nur eine ganz wunderbare Zeit mit meiner Nichte, weil gemeinsam verbrachte Zeit immer noch das Beste bleibt. Sondern ich habe auch etwas Neues dazu gelernt, etwas was ich zuvor nicht kannte und etwas was ich jetzt ein bißchen kann. Es fühlt sich gut an. Mal sehen, ob ich das mit dem Tanzen auch noch einmal versuchen werden…ich wünsche dir, daß du immer neugierig bleibst und neue Dinge ausprobierst, die du noch nie gemacht hast. Das du neue Wege gehst, auf denen du noch nie zuvor gegangen bist und von denen du vielleicht noch gar nicht gewußt hast, daß es sie überhaupt gibt. Nur so findest du heraus was alles in dir steckt und mit jedem Mal auch ein kleines bißchen mehr, wer du wirklich bist. Das wünsche ich dir aus ganzem Herzen, M.

www.kuchenmarie.de
Bild M.Linke

 

Warum Kinder heilig sind

Warum Kinder heilig sind

Der erste Kindertag war vor vier Jahren. Damals hatten wir “nur” den Bären, mittlerweile sind es noch ein paar Maskottchen mehr geworden.  Der erste Kindertag in der Saison war gestern und für uns ist er immer auch eine Art Probelauf, um zu sehen was dieses Jahr bei den Kindern so ankommt ;-). Oft ändern wir dann noch ein paar Lieder in der Kinderdisco oder bauen das ein oder andere ein. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal ein Kasperletheater mit im Programm.

Kroko beim “Karamello” werfen

Der Kindertag ist für uns eine Herzensangelegenheit. Ein Geschenk an unsere Kinder, einfach weil es so schön ist, daß sie da sind. Kinder sollten meiner Meinung nach die größte Aufmerksamkeit überhaupt bekommen. Sie sind unsere Zukunft und der Spiegel unserer Gesellschaft. Wenn wir unsere Kinder anschauen, dann sehen wir in welche Richtung wir uns bewegen. Ich bin nicht für eine antiautoritäre Erziehung, Kinder brauchen klare Regeln, aber sie müssen frei sein. Wenn wir ihnen wirklich begegnen wollen, dann müssen wir uns in ihre Welt begeben, um diese mit ihren Augen zu sehen. Miteinander Bilder malen, Geschichten erzählen, Legotürme und Höhlen bauen, Basteln und ausgedehnte Wanderungen in der Natur. Das alles sind Möglichkeiten mit Kindern eine echte Verbindung aufzubauen. Ich glaube bei seinen eigenen Kindern hat man dafür maximal 10 Jahre Zeit. Hinterher wirkt jeden Bemühung sich nah zu sein nicht mehr glaubhaft und man wird sich wahrscheinlich sehr schwer tun in Kontakt zu kommen. Einfach weil die ersten 10 Jahre, eine magische und heilige Zeit, so prägend ist für Kinder. Den Gegenwert den man dafür erhält ist unbezahlbar: glückliche und selbstbewußte Kinder. Ich kenne wirklich nichts, daß mich so erfüllt wie mich mit meiner Familie verbunden zu fühlen. Wir können die Welt zusammen retten, das ist uns klar! Der Kindertag berührt mich jedes Mal aufs Neue. Immer dann, wenn die Kinderaugen leuchten und die Freude aus den kleinen Herzen regelrecht heraus strahlt. Dann haben wir noch ewig Zeit, wie es in unserem Abschlußlied “Tage wie dieser” von den Toten Hosen heißt:
An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen haben wir noch ewig Zeit
Wünsch ich mir Unendlichkeit
Das hier ist ewig, ewig für heute
Wir stehen nicht still für eine ganze Nacht
Komm ich trag dich durch die Leute
Hab keine Angst, ich gebe auf dich Acht
Wir lassen uns treiben, tauchen unter, schwimmen mit dem Strom
Drehen unsere Kreise, kommen nicht mehr runter, sind schwerelos
An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
Ich wünsche dir das Beste und noch viele kostbare Momente, von denen du dir wünscht sie mögen niemals aufhören. aus ganzem Herzen, M.
Kindertag Termine 2015 immer montags ab 17.30 bis circa 19.30 Uhr
27.Juli/03.August/10.August/17.August/24.August

Titelbild L.Geisreiter/ Bild M.Linke

Sommerfest in Arzbach oder Real Social Networking

Sommerfest in Arzbach oder Real Social Networking

Wie jedes Jahr im letzten Juliwochenende ist es wieder soweit: Sommerfest in Arzbach. Das Sommerfest ist schon immer der absolute Höhepunkt im Jahresdorfkalender. Sogar der größte Partymuffel versucht es sich irgendwie einzurichten an einen der beiden Tage (entweder Samstag oder Sonntag) vorbei zu schauen. Die Kinder dürfen lange aufbleiben, Oma und Opa haben sich auch noch einmal rausgeputzt und tanzen eine flotte Sohle zur Blasmusik der Wackersberger Musikanten. Fröhliche Menschen in allen Altersklassen tragen bunte Sommerdirndl und traditionelle Lederhosen. Auch wenn die meisten Einheimische sind, mischen sich immer mehr internationale Gäste unters Publikum. Urlauber die zufällig vorbei kommen oder welche die jedes Jahr extra fürs Sommerfest anreisen. Die Atmosphäre ist eine ganz Besondere. Ich liebe die ausführliche Gespräche mit jung & alt. Unterm Jahr fehlt oft die Zeit dafür, auch wenn man sich des Öfteren über den Weg läuft. Das ist das Gute am Dorfleben. Wenn oft bemängelt wird, daß man auf dem Land zu wenig anonym ist und jeder jeden beobachtet, halte ich immer dagegen. Ich will nämlich gar nicht anonym sein und ich möchte auch nicht, daß es die anderen für mich sind. Es freut mich mit zum Bespiel zu hören, daß gerade heute wieder ein Kind in unserem Dorf zur Welt gekommen ist. Es ist mir ein Bedürfnis zu dem Mann, dessen Frau vor zwei Wochen gestorben ist, zu sagen das es mir aufrichtig leid tut und das ich an ihn denke, ihm viel Kraft wünsche. Und ich möchte in angenehmer Gesellschaft zwei, drei Radlermaß trinken und über die banalsten Dinge lachen. Wenn ich Leute von früher treffe -als wir noch aktiv im ohne hin begrenzten Tölzer Nachtleben unterwegs waren- dann rutschen wir beinahe automatisch in ein Gespräch über die gute, alte Zeit ab. Jeder hat irgendeine Geschichte auf Lager, die in Erinnerung geblieben ist und oft staunen wir selber, daß das wirklich wir waren, die das alles erlebt haben. Einmal nur von der Besucherzahl ausgehend, gibt es immer noch einen hohen Bedarf sich wirklich auszutauschen. Sich gegenüber zu sitzen und sich dabei in die Augen zu schauen. Gespräche ergeben sich zufällig und sind daher so ungezwungen. Ist es nicht so, daß besonders während unserer Anwesenheit auf einem Fest dieser Art uns die Leichtigkeit mühelos einhüllt und uns die Dinge die uns am Herzen liegen, leichter über die Lippen kommen? Oder ist es nicht beim Nachhause gehen im Morgengrauen als könnten man fliegen, weil man so erfüllt ist und sich unglaublich lebendig fühlt. (Und ich bin mir sicher, es sind vordergründig nicht die Bargetränke die einem das Gefühl vermitteln) Es hat ein echter zwischenmenschlicher Austausch statt gefunden, das macht einfach glücklich. So simple ist das. Ein alter, langvergessener Trick. Real Social Networking.

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Ich wünsche dir, daß dein ganzes Leben ein Fest ist und du dich irgendwo auf dieser Welt zugehörig und zu Hause fühlst, aus ganzem Herzen M.

Fotos und Titelbild/ Hans Demmel Sommerfest 2015

7 Geheimtipps für den Sommer im Isarwinkel

7 Geheimtipps für den Sommer im Isarwinkel
Der Sommer bleibt und verwandelt Bayern und den Isarwinkel in ein Paradies. Gibt es ihn den perfekten Tag und das was man unbedingt einmal diesen Sommer getan haben soll? Unbedingt finde ich…hier sind sie meine 7 besonderen Momente für den Sommer 2015! Ausgangspunkt Arzbacher Hof.
1.Eine Bergtour über das Längental auf die Benediktenwand!Das Schönste im Sommer ist, wenn man ganz früh aufsteht und noch im Dunkeln unterm Sternenhimmel um 4 Uhr morgens los geht. Am besten fährt man bis zur Seiboldshütte
mit dem Radl (wegen der entspannenden Talfahrt hinterher ;-)und stellt dann das Radl dahinter im Hölzl ab. Bis zum Gipfel sind es ca. 3 Stunden und man genießt eine wunderschöne Aussicht bei Sonnenaufgang und ist bis auf ein paar Übernachtungsgäste in der Schutzhütte meistens ganz alleine am Gipfel. Steinböcke inklusive.
Der besondere Moment: Die Ruhe am Gipfel und die gewaltige Bergkulisse der Voralpen bei SonnenaufgangÜber die Tour zur Benediktenwand durfte ich für euch auf dem Münchner Kindl schreiben unter  Münchner Hausberge Teil 1

Aufstieg zur Benediktenwand über den Probstkessel
Aufstieg zur Benediktenwand über den Probstkessel

2.SonntratenEin zauberhafter, kleiner Berg für eine leichte Wanderung am Abend. Damit’s schneller geht über den Isarsteig nach Gaißach radln. Am Sonntratn-Parkplatz Radl abstellen von dort aus führt ein kleiner Steig in einer halben bis dreiviertel Stunde zum Gipfel. Am allerschönsten ist diese Wanderung mit abschließender Brotzeit bei Sonnenuntergang am Gipfel:-)! Erdbeeren, Johannesbeeren und Blaubeeren sind in großen Mengen am Wegesrand zu pflücken.
Der besondere Moment: Wenn die Sonne im Tal längst schon untergegangen ist und sie auf dem Sonntratn-Bankerl noch auf einen runter scheint und die Aussicht auf den Isarwinkel von oben und in der Dämmerung.

Sundraten bei Nebelstimmung
Sundraten bei Nebelstimmung

3. Schlauchbootfahren an der IsarEinstieg am Sylvenstein. Ausstieg in Arzbach an der Brücke. Wer dann noch Lust hat, kann weiter nach Bad Tölz fahren…gerne bieten wir euch einen Shuttleservice an, um die Autos und euch wieder abzuholen.
Der besondere Moment: Sich auf der Isar mit seinem Boot treiben zu lassen und sich zu fühlen als wäre man irgendwo in Kanada.

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Am Isarufer in Bad Tölz

4. Schwimmbadtag im AlpenbadEinen Tag zum Ausspannen im wunderschönen Alpenbad Arzbach und abends noch eine Runde Tennisspielen! (Ausrüstung kann man ausleihen)
Der besondere Moment: die Abkühlung im Arzbach und der Blick zur Benediktenwandhttp://www.alpenbad.net/

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Die “Schleiss’n” im Alpenbad

5.Wasserfall und ArzbachwanderungMit dem Radl bis zum hinteren Kirchsteinhüttenparkplatz fahren. Dann an der Brücke links durch den Arzbach gehen, nach ca. 15 Minuten kommt ein zauberhafter Wasserfall und ein paar Gumpen zum Baden. A ganz a scheens Fleckerl.
Der besondere Moment: Die quirligen, glücklichen Fische im klaren Gebirgswasser zu beobachten und zu erkennen: mehr braucht es zum Leben nicht!

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6.Gumpen am Schrombach und Sylvenstein, VorderissMit dem Radl kann man bequem auf dem Radlweg bis zum Sylvenstein fahren. Am Damm links Richtung Fall. Dort findet man überall um den See ein gemütliches Platzerl, um einen Seetag zu geniessen. An der Wasserwacht sogar ein öffentliche Grillstelle. Kurz nach dem Sylvenstein kommt die mit ihren Felsformationen fast mystisch anmutende Landschaft: die Vorderriss. Für alle die gerne allein sind! Bademöglichkeit an der Isar.
Bei der Rückfahrt kurz vorm Damm links die Abfahrt Richtung Isar abbiegen. Nach ein paar hundert Meter Richtung Schrombachtal noch einmal links abbiegen. Dort sind viele kleine Gumpen- einfach reinspringen! Ein verstecktes, kleines Paradies!
Der besondere Moment: Wenn man sich in Vorderriss wie der einzige Mensch auf der Welt fühlt und der Augenblick wenn man im Schrombach vom Felsen runterspringt und ein paar Meter später in das erfrischende Gebirgswasser eintaucht!

Der Sylvensteinsee
Der Sylvensteinspeicher

7. WalchenseeVon Arzbach aus, sind es ca. 30km. Wunderschöner See, gut mit dem Radl erreichbar. Besonders zu empfehlen ist die Radltour um den Walchensee (ca.25 km) vorbei am Wikidorf und an zahlreichen Badeufern. Boote für eine Paddeltour über den Walchensee können gemietet werden und nicht verpassen sollte man den Eiswagen, der den Walchensee im Sommer umrundet und umwerfendes Eis verkauft. Beim Nachhauseweg unbedingt im Cafe Landermühle im Leger einkehren. Himmlische gute Kuchen und eine riesengroße Auswahl.
Der besondere Moment: wenn das türkisfarbene Wasser des Walchensees in der Sonne spiegelt und es einen glauben lässt man ist mitten in der Karibik und der erste Schluck Eiskaffee vom Gelati-Mann!

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Der Walchensee, die Karibik der Alpen

Geniesst euer Leben und diesen Sommer in vollen Zügen, aus ganzem Herzen M.

Bilder Benediktenwand T.Linke/Alpenbad S.Ehricht/Walchensee N.Luedemann                                    Isar, Sundraten M.Linke Titelbild Sven Ehricht

Sommerkinder

Sommerkinder

Unsere Kinder sind eingeschlafen. In unserem großen Bett unter dem Sternenhimmel dieser lauen Sommernacht, der durch das weit geöffnete Dachfenster blinzelt. Sommer, Sterne und schlafende Kinder, eine zauberhaft anrührende Kombination. Wer hat sich so etwas Schönes nur ausgedacht? Ich denke an meine Kindheit und an den Sommer, an diese grenzenlose Freiheit. Als würde sich alles um einen herum ein kleines Stückchen ausdehnen und weiter werden. Dieses universale Gefühl mit jedem und allem verbunden zu sein hat sich als unerschütterliches Urvertrauen in mir festgesetzt. Alles ist gut, alles wird gut. Die Sommer bei uns bestanden in meiner Erinnerung immer aus blauen Himmel und Sonnenschein. Das es höchstwahrscheinlich auch mindestens genauso viel Regentage gab, habe ich ausgeblendet. Die paar wenigen an die ich mich erinnere, waren im Grunde nur eine Vorbereitung zur nächsten Hitzewelle. Der Arzbacher Hof und der Alpencampingplatz waren ein internationaler Treffpunkt und Austauschplatz für uns Kinder. Das wir verschiedene Sprachen gesprochen haben hat uns nicht gestört, weil wir auf einer ganz anderen Ebene kommunizierten. Wir sind morgens mit den ersten Sonnenstrahlen aufgewacht und zum Spielen nach draußen. Kurz vorm Dunkelwerden sind wir dann alle wieder nach Hause, um in unsere Betten zu fallen, todmüde, aber glücklich. Im Grunde eine Art Wanderzirkus, mit festem Standpunkt. Wir waren wie Reisende, die doch immer am selben Ort blieben. Die Geschichten und Abenteuer die wir mit unseren “Weggefährten” teilen durften waren kostbare Souvenirs aus den unterschiedlichsten Ländern, die wir sorgfältig in unserem imaginären Schrein stellten, um sie immer mit uns zu tragen. Jetzt beinahe fünfundzwanzig Jahre später, lebe ich immer noch an diesem kleinen Ort, der mir soviel bedeutet. Ich bin unendlich dankbar, daß unsere Kinder nun das Gleiche erleben dürfen. Ich sehe ihre Augen funkeln, wild, lebendig und so hungrig auf das Leben wie wir damals. Ich bin überzeugt, alles was wir im Moment für sie tun können ist ihnen diese Freiheit zu gewähren, die ich damals erfahren habe. Sie möglichst lange auf zu lassen, um jede Sekunde zu genießen. Um Glühwürmchen zu suchen, Walderdbeeren zu sammeln, Wassermelonen und Eis zu essen bis man Bauchweh bekommt.

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Das Bewußtsein, daß wir nicht alleine auf dieser Welt sind und das es noch so viele andere Menschen gibt. Vor Kurzem ist mir zufällig das beeindruckende Buch von Catharina Rust “Das Mädchen vom Amazonas” in die Hände gefallen. Eines der Bücher die man in einem Zug ausliest. Als Kind lebte sie in Mashipurimo, einem Urwalddorf am Amazonas. Während ihre Eltern, beide Deutsche, die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer erforschten, wuchs sie wie eine Indianerin auf – fernab westlichen Komforts, doch aufgehoben in der Gemeinschaft eines Stammes. Vielleicht ist der Vergleich weit her geholt, aber ein bißchen erinnert mich ihre Geschichte auch an meine Kindheit in Arzbach. Das Indinanerspielen im Arzbach, die Lianen und Hütten die wir uns aus Seilen und Holz gebaut haben und das Empfinden, daß wir wertvoll sind und uns genügen. Wenn es notwendig wäre, hätten wir aber auch die Kraft die Welt zu retten. Ich wünsche dir, daß du darauf vertrauen kannst, daß unsere Erde ein guter Ort ist. Und du dich überall zu Hause fühlst, weil Heimat ein Gefühl ist, das in dir ist. Ich wünsche dir, daß das Kind von damals immer ein Teil von dir bleibt. Mögen alle Kinder ihren Platz im Leben finden, an dem sie sich zu Hause fühlen und den Raum & die Nähe die sie brauchen, um Flügel und Wurzeln zur selben Zeit wachsen zu lassen.
Aus ganzem Herzen, M.

Titelbild und Bilder M.Linke/Juli2015

 

 

 

Vom mutig sein und tiefer schwimmen

Vom mutig sein und tiefer schwimmen

Um das Herz und den Verstand eines anderen Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt. Diesen Spruch von Khalil Gibran, habe ich irgendwann, irgendwo einmal gelesen und er hat mich so berührt, daß er mich seitdem begleitet. Deswegen frage ich jetzt dich, wonach sehnst du dich?  Damit meine ich nicht die großen Werte wie Liebe, Glück, Gesundheit…die uns allen einheitlich wichtig sind. Sondern wofür kannst du dich begeistern? Wo liegen deine Stärken? Welche Musik liebst du? Welche Art von Büchern liest du? Welcher Film hat dich bewegt? In welche Länder möchtest du reisen und an welche Orte kehrst du immer wieder zurück? Wenn alle Umstände passen würden, wo würdest du dann leben? Wäre es genau hier, wo du jetzt bist oder träumst du von einer Bambushütte in der Südsee? Wer soll dann bei dir sein, für wen schlägt dein Herz und was würdest du dir wünschen, wenn du drei Wünsche frei hättest? Wenn du mir diese Fragen beantwortest, könnte ich dich wirklich sehen. Zumindest einen Teil von dir, den dafür echt und in Farbe. Ein Lebenslauf ohne eine Anreihung von Zahlen und Zertifikaten. Stell dir zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch vor, bei dem es nicht darum geht, sich in einem möglichst guten Licht darzustellen, sondern einfach darum heraus zu finden, wer du bist. Die Frage ist doch, ob Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwischenmenschlich gut zusammen passen, ob sie die gleichen Lebensziele verfolgen, sich ergänzen und gemeinsam weiterentwickeln können. Zugegeben wäre das ein sehr idealistischer Zustand, aber ich glaube es wäre möglich. So frage ich oft in einem Bewerbungsgespräch, warum möchtest du bei uns arbeiten? Viel aussagekräftiger als irgendein Zeugnis von dir ist doch, wo liegt deine Leidenschaft und wofür “brennst” du? Wo stehst du gerade, wo willst du hin? Unseren Kindern erzähle ich oft meine Geschichte von dem kleinen, bunten Fisch der an der Oberfläche des Meeres schwimmt und unendlich traurig ist über die Tatsache, daß er keinen Freund findet, der so ist wie er. Eine ganze Weile geht das so, bis er irgendwann seinen ganzen Mut zusammen nimmt und in das unbekannte Tiefe schwimmt. Je tiefer er schwimmt, um so mehr Fische erkennt er die ihm ähnlich sehen. Sein Herz klopft immer lauter und er ist so aufgeregt, daß er übermutig noch weiter nach unten schwimmt. Als er ganz unten am Grund ankommt, traut er seinen Augen kaum. Ein ganzer Schwarm bunter Fische die genauso sind wie er! In den schillernsten Farben schwimmen sie an ihm vorbei, so etwas Schönes hat er zuvor noch nie gesehen. Komm mit uns mit, kleiner Fisch, wir sind deine Familie, ruft ihm einer der Fische aus dem Schwarm freundlich zu. Den kleinen Fisch kullern viele kleine Fischtränen über die dicken Fischbacken, denn zum ersten Mal in seinem Leben weiß er was es heißt richtig glücklich zu sein. Ich wünsche Dir, den Mut des kleinen Fisches, tiefer zu schwimmen, um heraus zu finden wer du bist. Ich wünsche dir, daß du Menschen begegnest, die dich verstehen und dich erkennen. Ich wünsche dir, daß du glücklich bist, weil du du bist. Aus ganzem Herzen, M.
Bild/ M.Linke Mallorca 2010

Das Lied zum Text

Wish you were here ( Pink Floyd)

So, so you think you can tell
Heaven from Hell
Blue skies from pain
Can you tell a green field
From a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?Did they get you to trade
Your heroes for ghosts?
Hot ashes for trees?
Hot air for a cool breeze?
Cold comfort for change?
And did you exchange
A walk on part in a war
For a lead role in a cage?How I wish, how I wish you were here
We’re just two lost souls
Swimming in a fish bowl
Year after year
Running over the same old ground
What have we found?
The same old fears
Wish you were here

Über das Losgehen und das Ankommen

Über das Losgehen und das Ankommen

Wenn jemand mit vollbepackten Rucksack je nach Wetterlage durchnäßt oder verschwitzt bei uns an der Campingrezeption steht, sich nach einen Zeltstellplatz für eine Nacht und dem besten Weg zur Tutzinger Hütte erkundigt, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, daß es sich um einen “Venedigwanderer” handelt. Vom Arzbacher Hof aus ist die Tutzinger Hütte in ungefähr 4 Stunden zu erreichen und so ist der Alpencampingplatz besonders die letzten Jahre zu einer beliebten letzten Übernachtungsmöglichkeit vor dem Einstieg in das Voralpengebirge geworden. Mich hat die Strecke auch seit jeher fasziniert. Die magische Landschaft der Alpen bis übers Karwendel, den Dolomiten und am Ende der bestimmt mühsame, lange Weg der Piave Ebene entlang und die große Freude, wenn man endlich das Meer sehen kann. Ich stelle mir vor, wie es sich anfühlt nach 4-5 Wochen (wenn man keine größeren Pausen oder längere Aufenthalte plant) bei einem herzhaften Teller Pasta und gutem Wein auf dem Markusplatz in der Sonne zu sitzen und zu wissen man ist angekommen. Die Eindrücke und die Erlebnisse die man auf dem Weg haben durfte und die man im besten Fall in angenehmer Gesellschaft teilen darf. Definitiv ein gutes Gefühl.

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Mit Leni und Tommy in Venedig / Juni 2012

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Heute erst sind wieder ein paar der Wanderer aufgebrochen. Eine junge Frau, die alleine unterwegs war und ein flottes Ehepaar anfangs sechzig. Wir kamen kurz ins Gespräch und sie schwärmten von ihrer geplanten Reise von München nach Venedig und davon, daß sie sich einen langersehnten Traum erfüllen. Sie wollten solange warten bis sie beide in Rente sind, um sich dann soviel Zeit nehmen zu können wie sie eben brauchen. Bis Mitte September möchten sie unterwegs sein. Ich gebe noch ein paar Tipps für den Aufstieg und mache mir Gedanken, da sie erst um circa 9 Uhr aufbrechen und es um diese Zeit bereits 30 Grad Außentemperatur bei uns hat. Nur zu gut weiß ich wie heiß es auf dem Weg zur Benediktenwand im Sommer werden kann. Beinahe unerträglich heiß. In der Probstwand gibt es auch keinen Baum unter dem man sich einmal kurz stellen könnte. Ich frage mich, ob sie gut angekommen sind und nur zu gerne würde ich ihre Geschichten hören, die sie unterwegs noch erleben werden. Ich denke an früher, wie oft ich die Benediktenwand raufgekraxelt bin und das es jedes Mal anders war. Der Sonnenaufgang am Gipfelkreuz. Die Steinböcke die sich unbeeindruckt mitten auf den Weg ausruhen. Ein plötzlicher Regenschauer. Hitze. Schnee. Blumenwiesen. Die letzten Jahre bin ich nie wieder dort gewesen, auch wenn ich es mir so oft vorgenommen habe. Irgendwann werde ich einfach einmal wieder losgehen. Das hier ist mein allererster Eintrag in meinen eigenen Blog und es ist auch ein bißchen so, wie endlich losgehen. Weil darum geht es doch. Wenn es an der Zeit ist, einfach JETZT los zu gehen. Ich schließe meine Augen und kann ein Ziel vor mir sehen. Ich weiß noch nicht genau wie es aussieht, weil ich ja noch nie da gewesen bin. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt auf dem Weg zu sein und anzukommen. Definitiv (noch) ein gutes Gefühl. Ich wünsche dir, daß du los gehen kannst und ich wünsche dir das Gefühl zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist…aus ganzem Herzen M.

www.muenchenvenedig.de

Bild T.Linke