Der heilige Antonius und seine Wunder

Der heilige Antonius und seine Wunder

Wenn man so wie ich in einem katholischen Ort in Oberbayern auf gewachsen ist, dann ist die ständige Anwesenheit und somit geistige Lebensbegleitung von diversen Schutzpatronen beinahe eine traditionelle Selbstverständlichkeit. Ich für meinen Teil habe immer an Engel geglaubt und dieser Glaube ist so unerschütterlich in mir verankert, dass ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen kann. Für mich ist Glaube grundsätzlich mehr ein Gefühl. Etwas das ich spüre,  ohne es beim Namen nennen zu können und ohne es je gelehrt bekommen zu haben. Wäre ich in Indien geboren, wäre ich vermutlich dem Hinduismus zugewandt. In Tibet wäre ich höchstwahrscheinlich Buddhistin geworden und hätte ich an einen ganz anderen Ort das Licht der Welt erblickt, hätte ich mich vielleicht  gar keiner Glaubensrichtung zugehörig gefühlt.

Im Nachhinein würde ich sagen, war es mein großes Interesse an allem „Spirituellen“ und Religionen ganz allgemein, welches mich seit meiner Kindheit so an der Kirche anzog. Die Kirche war demnach gewissermaßen „nur“ ein Vermittler von der Gewissheit in mir, dass es weitaus mehr geben muss, als das was wir sehen und verstehen können.

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Wenn man Schutz braucht, dann betet man einfach zu seinem Schutzengel. Wenn man Gerechtigkeit erhofft zum Erzengel Michael (einer meiner Lieblingsheiligen, wahrscheinlich allein schon wegen der gemeinsamen Namensverbindung;-) und wenn man etwas verloren hat, bzw. nicht wieder finden kann, dann eben zum Heiligen Antonius.  So einfach ist das und so ist es Größenteils  in meinem kleinen, bayerischen Alpen-Dörfchen tatsächlich immer noch.

Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die ganz Ordentlichen, die immer genau wissen, wo sie ihre Sachen hingelegt haben und die, die tausend andere Dinge gleichzeitig im Kopf haben und so was wie Autoschlüssel grundsätzlich an jedem möglichen Ort ablegen. Ich gehöre zweifelsohne zu Kategorie zwei,  also letztere Gruppierung und bin somit tagtäglich im engen Zwiegespräch mit dem Patron. Man sagt ihm nach, dass er bestechlich sei. Er mag es nämlich ganz gerne,  wenn man ihm in seiner eigenen Hilflosigkeit eine Art Gegendeal vorschlägt. Win-Win sozusagen.

„Heilliger Antonius, kreizguader Mo, für mi an mein Schlüssel ro!“ Ein uraltes, überliefertes Gebet zur Kontaktaufnahmeerleichterung.  Funktioniert sofort.  Garantiert. Doch dann… lehnt er sich erst einmal lächelnd zurück der Antonius, verschränkt beide Arme vor seiner Brust und wartet genau wie ein Antiquitätenhändler vom Flohmarkt auf dein Angebot.  Wenn dann auch noch Zeitnot ins Spiel kommt, weil man den Autoschlüssel unbedingt JETZT braucht, eben weil man einen ultrasauwichtigen Termin hat und die Reserveschlüssel auch schon längst verschlampert hat, ja dann macht‘s ihm erst richtig Freude dem Herrn Patron. Schließlich fängt man in seiner Not an mit ihm zu verhandelt. „Wenn ich den Autoschlüssel jetzt finde, dann räume ich gleich morgen das Auto auf! Versprochen!“ Keine Reaktion. Hättest du eh machen müssen. „Ich schaue nachher noch bei Tante Helga zum Kaffeetrinken vorbei!“ Lang schon überfällig. „Also gut, 5 Euro Antoniusbrot“ (Antioniusbrot das ist der Opferstock in der Kirche nur für den heiligen Antonius. Schau einer an, sogar einen eigenen Opferstock hat er!) Gleich habe ich ihn. „10 Euro!“ Die Antwort kommt meistens in Bildern. Blumengießen. Ratsch mit der Nachbarin. Gießkanne abgestellt. Ahhhh….da muss er sein!  Und prompt liegt der Schlüssel genau dort, im Garten neben der Gießkanne. Der Termin kann gerade noch pünktlich eingehalten werden. Nie im Leben hätte man den Schlüssel DA vermutet. Überall! Nur nicht da.

Das es wirklich funktioniert, dass unterschreibe ich.  Man kann den Grund woanders suchen und alles rückwärts und vorwärts analysieren. Ob die Bilder eventuell vom kurz Innehalten her aus dem Unterbewusstsein heraufbeschworen worden sein könnten? Für mich und Bayern (ich spreche hier mal für die breite weiß-blaue Masse)  ist es einfach der heilige Antonius der uns aus den aussichtslosesten Situationen hilft. Warum haben wir sie denn sonst unsere Heiligen, wenn sie für uns in solchen Angelegenheiten nicht als himmlische Fürsprecher fungieren?

Dieser Beitrag ist praktisch gesponsert und entstand auch aus einer Verhandlungssache heraus. Ich habe dem „Doni“ nämlich schon mal einen Blogbeitrag versprochen und als ich letztes Mal kurz vor einem Gipfeltreffen meine Kamera einfach nicht mehr finden konnte obendrauf noch,  dass ich den versprochenen Beitrag nicht irgendwann, sondern sofort schreibe. Eine Minute später erschien auf magische Weise der Aufenthaltsort meiner vermissten Kamera vor meinem geistigen Auge. (ich hatte sie den ganzen Vormittag gesucht)

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Und wen ich jetzt immer noch nicht überzeugen konnte, dass es stimmt:  Hier sind drei meiner absoluten Highlights der Antonio-Erfolgsserie (die tägliche Schlüsselsucherei mal gar nicht erwähnt)

Erfolgsgeschichte Nummer 1

Ich war sehr jung und musste unbedingt auf eine Party, weil ich unbedingt einen bestimmten Menschen treffen musste, der für mich damals die Welt bedeutet hatte.  Handys gab’s nicht. Nur diese eine Gelegenheit ihn „zufällig“ dort zu sehen.  Gefühlt war es diese eine Party oder es würde nie, nie, nie wieder ein Aufeinandertreffen zustande kommen.  Für das hochwichtige Event gab es Eintrittskarten, die bereits ausverkauft waren und  diese Eintrittskarten finde ich jetzt, 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung einfach nicht.  Meine Freundin, die ebenfalls eine schicksalhafte Begegnung auf der Party vermutet hatte, musste natürlich auch unbedingt da hin. Doppeltes Pech, dass ich ausgerechnet beide Tickets verlegt habe. Somit bin ich jetzt zu allem Überfluss auch noch für den restlichen Verlauf des Liebeslebens meiner Freundin verantwortlich, das wahrscheinlich exakt heute eine bahnbrechende Wendung genommen hätte. Die Minuten vergehen und wir haben an allen, wirklich allen möglichen Orten gesucht. Da wir beide den gleichen bayrischen Immigrationshintergrund aufweisen, liegt es nahe angesichts dieser enormen Drucksituation den heiligen Antonius um Hilfe zu bitten. Ruhe. In sich gehen. Und aus einem inneren Impuls ziehe ich dann die Schubladentüre ganz raus. Da sind sie die begehrten Tickets ins Glück! Damals war das für uns wirklich lebensnotwendig, auch wenn wir den erhofften Mr Right auf der Party nicht getroffen haben. Beide nicht.  Nicht mal ansatzweise. Aber es wäre sowieso eindeutig viel zu früh für Mr. Right gewesen.

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Erfolgsgeschichte Nummer 2

Ein Jahr Amerika. Ich war immer noch sehr jung.  Aufgrund unüberbrückbarer Mentalitätsunterschiede musste  ich es irgendwann einsehen: ein Gastfamilien-Wechsel ist die scheinbar einzige Lösung aus dem Schlamassel. Gleich zu Beginn meines Au-pair-Jahres, als mich meine Gastfamilie noch nicht richtig kannte, hatte sie mir in amerikanischer Leichtigkeit den kompletten Schlüsselbund inkl. wichtiger Haus- und Autoschlüssel  und jeglicher Sicherheitsschlüssel zum Entsperren des kompletten Alarmsystems hinterlassen. Sollte der weg sein eröffneten sie mir freundlich bestimmt, dann kostet das a couple thousand dollars. Ahhhh, it’s a joke, dachte ich. In Wirklichkeit war es keiner, sondern ein ernsthaft gemeinter Warnhinweis, dass es wirklich genau a couple thousand dollars sind, wenn die Schlüssel tatsächlich einmal aus reiner Unachtsamkeit meinerseits verschwinden würden. Was sie natürlich taten. Ist ja klar. Morphisches Gesetz. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt an dem meine Tage bei meiner Gastfamilie schon gezählt waren. Oh my god, dachte ich. What am I doing here? Nach drei Tagen hoffnungslosem Suchen, erfand ich immer wieder neue und  kreativere Ausreden, warum ich nachts immer wieder alle raus klingeln musste, schließlich habe ich ja selbst einen Schlüssel. Ich fühlte mich schlecht. Really, reallly bad. Das war der Zeitpunkt als ich vor dem Spiegel die Körpersprache passend zu meinem Schuldeingeständnis einübte. (Bodylanguage ist alles – hat mir mal ein Amerikaner erzählt) Dabei stellte ich mich langsam seelisch darauf ein in naher Zukunft mit der ganzen Wahrheit raus rücken zu müssen.  Dann ist er mir auf einmal dort in der Ferne wieder eingefallen.  Mein heiliger Antonius. Wie heißt der eigentlich hier so? Holy Anthony? Wurscht, egal. Ich wurde ruhig, sagte mein Gebet auf und wartete auf eine Eingebung. Die kam prompt und schickte mich zum x-Mal zum Pink House. Dort wohnte eine wirklich gute Au-pair-Freundin von mir.  In der letzten Zeit übernachtet ziemlich oft bei ihr, weil ich weiteres Rausklingeln mitten in der Nacht dringlichst vermeiden wollte. Völlig verzweifelt mit den Tränen ringend, schilderte ich ihr meine ausweglose Situation und irgendwie lies ich mich dabei auf die Couch im ebenfalls pink living room fallen. Genau in diesem Moment – I promise – spüre ich mit meinen Fingerspitzen in der Ritze in der Mitte des Sofas den couple-thousand-dollar-key. Das gibt’s doch nicht! Ich bin mir sicher, er würde mit großer Wahrscheinlichkeit  heute noch dort liegen, hätte die Familie nicht vorher das uralte Sofa auf dem Sperrmüll entsorgt! Für mich war das zu diesem Zeitpunkt eine absolute Sensation! Ein Wunder!

Doch so sehr ich mich auch auf den Heiligen Antonius im In- und Ausland verlassen kann, so sehr bin ich mir auch sicher, dass es manches Mal einfach so sein soll, dass wir uns von Dingen trennen müssen. Wir müssen sie ziehen lassen, einfach weil sie nicht mehr zu uns gehören und weil sie gehen müssen, damit sie uns im Gegenzug dazu wieder Platz und Raum für etwas Neues schenken.  Deswegen erzähle ich euch jetzt noch eine letzte Geschichte. Solltest du das Gefühl haben, dass selbst der heilige Antonius dir einmal nicht helfen kann, dann denk immer dran: Wenn du etwas verlierst, dessen Weggang du nicht selbst verursacht hast, dann ist es an der Zeit es ganz los zu lassen. Und sei dir sicher, es kommt immer etwas noch besseres nach!

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Erfolgsgeschichte Nummer 3 –eine Los-Lass-Geschichte

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Wir sitzen mit unseren Kindern am Strand von Gran Canaria in dieser sagenhaften rosa-rot-orange-pink-lila-alles einhüllenden kurz vor Sonnenuntergangstimmung, die wir alle so aufrichtig lieben. Unser Sohn spielt ganz vertieft in der roten Sonne direkt am Meer mit seinem  Lieblingsspielzeug Capitan Hook. Plötzlich ein Aufschrei. Captian Hook ist weg! Er ist ihm einfach aus den Händen geglitten und von der nächsten Welle direkt in den Atlantik gespült worden. Wir sind sofort alle aufgesprungen um Captian Hook zu retten, aber mussten sehr bald fest stellen, dass es aussichtslos war. Ich erklärte unseren völlig aufgelösten Kind, dass es immer so ist. Wenn uns Dinge genommen werden und wir nichts dafür können, dann kommt etwas besseres nach. Garantiert. Kaum hatte ich das ausgesprochen, wurde von der nächsten Welle ein kleiner Spielzeug VW Bus angespült. „Cool!“ jauchzte das Kind, welches soeben noch am Boden zerstört war. „Den habe ich mir schon immer gewünscht!“ Einmal kurz Tränen abgewischt und weiter gings. Genauso soll es sein. Lektion gelernt.

Und so sehr ich ihm auch vertraue, meinem heiligen Antonius, so sehr bin ich auch davon überzeugt, dass es das Leben immer besser weiß als wir. Darum sei dir sicher, wenn etwas gehen will, dann musst du es los lassen und wenn du das schaffst, dann kommt immer noch ein Wunder hinterher. Und wer dafür verantwortlich ist, ist dann eigentlich egal.

Wie singt Nena so schön? „Wunder geschehen, ich habs gesehen. Es gibt so vieles was wir nicht verstehen. Was auch passiert, ich bleibe hier und geh den ganzen langen Weg mit dir.“

Ich wünsche euch, meine lieben Blogleser und Blogleserinnen aus ganzem Herzen ein unerschütterliches Vertrauen in euch und in das große Ganze. Da ist immer noch mehr als wir im Augenblick verstehen können!  Das Vertrauen darin ist ein unglaublich wertvoller Schatz, der euch wie eine leuchtende Laterne den Weg weist, mag die Nacht auch noch so dunkel erscheinen. Es wird wieder hell, es wird wieder gut. Sei dir da mal sicher.

Alles Liebe aus ganzem Herzen, eure Michaela

Habt ihr schon einmal von den Tölzer Stadtversucherinnen gehört? Die symphatische Birgit Mayr aus Bad Heilbrunn ist eine von den freundlichen Damen, die äußerst interessante und ebenso amüsante Stadttouren in Bad Tölz anbieten. Mittlerweile hat sie ihr zweites Buch über die ganz persönlichen Erfolgsgeschichten von denen ihr berichtet wurde, zusammen gestellt. Schau doch mal unter Tölzer Stadtversucherinnen  und überzeuge dich selbst. Auf der Seite gibt es auch einen Blog, rund um den heiligen Antonius.

Vielleicht hast du auch eine ganz persönliche Antonius-Erfolgsgeschichte? Unter allen Kommentaren auf dem Blog, bei Facebook oder Instagram verlosen ich eins der wundervollen Bücher von Birgit Mayr. Ich freue mich sehr darauf eure Geschichten zu hören.

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Bilder: Titelbild M.Linke, Beitragsbilder V.Kell (vielen Dank dafür)

(M)ein Leben ohne Handy

(M)ein Leben ohne Handy

„Gib mir mal kurz deine Handynummer…“ Diesen Satz habe ich in dieser oder ähnlicher Form schon oft gehört und immer ist meine Antwort die gleiche: „Geht leider nicht, denn…ich habe gar kein Handy.“

Nicht erst seit Kurzem und auch nicht weil ich mehr „Quality Time“ in mein Leben einladen will, auch nicht weil ich fest gestellt hätte, dass ich viel zu viel Zeit mit Whatsapp oder Scrollen der neuesten Facebook News verbringe. Es war im Grunde anfangs auch gar keine bewusste Entscheidung und es ist auch nicht so, dass ich noch nie ein Handy hatte. Ich hatte es wirklich aufrichtig versucht. Doch irgendwie wurde ein Gefühl immer stärker:  Das Handy (vom Smartphone ganz zu schweigen) und ich, wir passen einfach nicht zusammen. So wie wenn man eine Beziehung eingehen würde, die man eigentlich gar nicht will. Wenn man sich dann davon verabschiedet, tut es nicht mal richtig weh. Im Gegenteil man fühlt sich frei und kann völlig losgelöst wieder genau dorthin gehen, wo es einen wirklich hinzieht. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich tatsächlich einmal einen Beitrag darüber schreibe und schon gar nicht, dass ich einmal ein Exot sein werde, weil ich ohne Samsung oder I-phone durch die Welt spaziere. Aber hier ist die ganze Geschichte und wie es dazu kam oder eben nicht dazu kam. Der wahre Grund warum die Beziehung Handy und ich beidseitig vorteillos war und warum letztendlich auch das Smartphone nie wirklich bei mir sein wollte.

Ich bin 1980 geboren und hatte so praktisch eine Kindheit und Jugend ohne Handy verbracht. Mein erstes Handy hat mir mein Papa zu meinen 21. Geburtstag geschenkt. Damals arbeitete ich gerade in einem Hotel in der Schweiz und die Handysache kam gerade so auf. Anfangs speicherte ich gewissenhaft alle Nummern von Bekannten und Freunden ein und überschritt mit Leichtigkeit das monatliche Kontingent an Frei-SMS. Erreichbar (das war der Plan des Geschenks) war ich trotzdem nicht. Entweder weil ich arbeiten war, beim Skifahren oder abends ins Nachtleben von St.- Moritz untergetaucht bin. Bei letzteren hatte ich dann mein erstes Handy verloren.  Ich hatte es in irgendeiner Bar liegen lassen und nicht einmal mehr danach gesucht.

Mein Papa ließ nicht locker. Bei jedem weiterem Auslandsaufenthalt drückte er mir nun sein Handy in die Hand und ich schickte zumindest regelmäßige SMS über mein Befinden zu den besorgten Eltern nach Hause. Meine Verwandten und Freunde zu Hause antworteten in Telegrammform und informierten mich über die wichtigsten News im Tölzer Land. Das war ein guter Deal und zugegeben auch äußerst praktisch, denn mir lag ja auch viel daran zu wissen, ob zu Hause alles in Ordnung war.

Als dann ein längerer Aufenthalt in Südamerika ins Haus stand, hat mein Papa nicht mehr mitgespielt und mich kurzerhand zum Handyshop nach Bad Tölz geschleppt. Er kaufte mir ein Zweiband, Breitband ach-weiß-ich-was-Handy, jedenfalls eins bei dem ich ganz sicher überall in Südamerika erreichbar sein würde. Sollte in Arequipa ein Erdbeben sein oder einer der drei Vulkane ausbrechen, dass dachten meine Eltern nämlich insgeheim. In Peru bekam ich dann von meiner damaligen Spanisch-Lehrerin Claudia eine Simcard. Somit hatte ich ein peruanisches Handy und von nun an konnte man mich mit passend gegoogelter Billigvorwahl überall jenseits der Anden kostengünstig anrufen. Doch dann passierte etwas Seltsames. Durch die zahlreichen Internetcafés konnte ich jeden Tag schreiben. Und ich schrieb. Und schreib. Ellenlange Emails, Texte, Gedichte und handgeschriebene Briefe. Mit kleinen Coca-Blättern drin (ich bin mir nicht sicher, ob man das durfte, aber sie sind alle angekommen) bunten Peru-Mützen oder warmen Alpakasocken für die Daheimgebliebenen. Das Schreiben wurde mein liebstes Abendritual. Meine Verbindung nach Hause, mein Anker, während ich immer tiefer in das bunte Meer dieser mir fremden, aber so lieb gewonnenen Kultur eintauchte.  Aus der Heimat bekam ich ebenfalls sieben (!) riesengroße Weihnachtspakete über den Atlantik zu geschickt. Ich musste jedes Mal stundenlang am Postschalter warten, ehe ich es in Empfang nehmen durfte. Denn anders als bei uns, werden Pakete ab einem bestimmten Gewicht nicht mehr zugestellt. (Ich mutmaße das hat mit der Größe der Autos und Peruaner zu tun;-) Selten hatte ich mich so über Weihnachtsgeschenke gefreut wie damals. Ach was heißt gefreut, ich habe mich gar nicht mehr ein bekommen, so toll war das! Da ich mit meinem Rucksack noch weiterreiste, verschenkte ich das Meiste an Einheimische aus Arequipa. Geteilte Freude, doppelte Freude! Absolut. Ich schickte weiterhin brav jeden Tag die obligatorische SMS nach Hause, aber telefoniert hatte ich fast gar nicht mehr. Das ist dieser Tatort-Effekt. Kennst du das? Wenn du im Urlaub den Fernseher anschaltest und unverhofft ein deutscher Kommissar über den Bildschirm huscht. Da muss ich sofort ausschalten. Lieber schaue ich spanische Nachrichtensender und verstehe kein Wort! Doch keinen störte es wirklich, dass ich mein Handy meistens gar nicht an hatte oder ich nicht ran gehen konnte, weil es wieder irgendwo ganz tief unten in meinen vollgepackten Rucksack verstaut war. Und es war wunderbar! Meine Abendbeschäftigung blieb das Schreiben. Aber ansonsten wollte ich mich ganz dem Land hingeben, welches ich gerade durchreiste und das ja so viel von mir einnahm. Ich wollte da sein mit allen Sinnen und aus ganzem Herzen.

Als ich wieder zu Hause war, glich mein Kopf einem triefend nassen Schwamm, der bis zum Rand mit unzähligen Eindrücken gefüllt war. Ich war aufgewühlt, durcheinander. Weil ich etwas spürte, von dem ich selbst noch nicht heraus gefunden hatte was es war, nur eben das sich in diesem Augenblick alles für immer veränderte. Mein Handy lag unaufgeladen und wertlos in einer Schublade. Ich hatte es völlig vergessen und musste es richtig suchen, als ich es einmal mitnehmen wollte, weil ich mich mit Freunden auf dem Oktoberfest verabredet hatte. Wir hatten zwar einen Treffpunkt ausgemacht, aber nur für den Fall aller Fälle. Wirklich gebraucht hatte ich das Handy den ganzen Abend sowieso nicht. Warum auch. Wir hatten solchen Spaß!  Beim Nachhauseweg ist es dann doch passiert. Wir hatten uns alle aus den Augen verloren. Und ich weiß ihn noch ganz genau diesen Moment. Ich stand vor der S-Bahn und kramte das Handy aus der Schürzentasche meines Dirndls und…flupps…es fiel mir aus der Hand direkt vor die Bahngleise. Für einen Augenblick blieb ich fassungslos stehen und bedauerte meinen Verlust. Wie beim Schluss machen einer nicht allzu bedeutungsvollen Liebe. Plötzlich erinnert man sich an die guten Zeiten miteinander und es entsteht eine fast romantische, rührige Abschiedsstimmung, nach der man sich die ganze Zeit über immer gesehnt hatte. Ein älterer Herr in Tracht neben mir, hatte die Sentimentalität der Situation erkannt und sprach in ruhigem Münchner Dialekt besänftigend auf mich ein: „Ach mei Madl, es ist doch nur a Telefon. Los einfach liegn. Des konn ma ja wieder nachkaffn“ Mit seiner Art wie er auf mich einredete und die Hand dabei beschützend auf meine Schulter legte, wirkte er wie ein professionell geschulter Feuerwehrmann der jemanden vom Springen einer Brücke und damit vor dem drohenden Suizid abhalten wollte.  Fakt ist, ich wäre NIE nach gesprungen oder hätte anderweitige Zurückholungsaktionen gestartet. Ich stieg einfach in die heran fahrende S-Bahn, wohl wissend dass sie gleich über mein Handy rollen wird. Der Mann in Tracht winkte mir erleichtert durch die Fensterscheibe der S-Bahn zu. Er hatte ja keine Ahnung wie froh ich in Wirklichkeit war. Da wusste ich, das war’s. Mein Handy und ich, wir kommen nicht mehr zusammen. Nie wieder. Unsere Liebe ist einfach nicht groß genug.

Doch sie ist groß genug zum Briefe schreiben. Groß genug zum Schreiben überhaupt, wie für diesen Beitrag zum Beispiel. Diese Liebe vertraut bedingungslos der Intuition, weil sie weiß, dass die „richtigen“ Menschen zum „richtigen“ Zeitpunkt ausnahmelos immer aufeinander warten und sich finden werden. Sie glaubt daran, dass wir alle miteinander verbunden sind und immer dann, wenn es leise genug ist, wir uns tatsächlich hören können. Unsere Gedanken und unsere wahre Gefühle. Und meine Liebe möchte frei und nicht ab-oder anrufbar sein, vom Zufall geleitet und vom Unvorhersehbaren beflügelt. Sie ist hoffnungsvoll romantisch. Unterm Sternenhimmel, bei echten Momenten und immer dann, wenn etwas so schön ist, dass es sich nicht in Bilder festhalten lässt. Meine Liebe liebt ihrer selbst Willen und glaubt daran, weil sie weiß, dass es wahr ist.

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Versteht mich nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich den Fortschritt den ein Smartphone bietet generell  nicht für gut heiße. Im Gegenteil. Es hat uns alle weit gebracht. Wenn wir dieses wertvolle Medium auf die richtige Art und Weise nützen, rücken wir dadurch sogar noch näher zusammen. Auch ich hätte oft gerne ein Smartphone gehabt. Bei Autopannen, beim Abkommen vom Weg auf einer Bergtour zum Beispiel…doch dann ist immer etwas passiert, was mich wieder gerettet hat. So wie es früher auch schon immer war. Es ist einfach zu stark in mir verwurzelt – dieses grenzenlose Urvertrauen. In die Menschen, in die Welt und auch in mich. Wie sehr ich mich doch darin aufgehoben fühle! Ich glaube einfach mein Fall ist speziell. (Aber das ist ja jeder) Tagtäglich klingelt gefühlt tausend Mal am Tag das Telefon. Hunderte von Nachrichten blinken am rund um die Uhr laufenden PC und sollten idealerweise gleich noch kurz beantwortet werden. Durchschnittlich über 28 000 Gäste besuchen im Jahr den Arzbacher Hof. (Wir hatten uns diese Zahl einmal hoch gerechnet) Was wunderbar ist. Wir lieben das. Nur ist es für mich schon fast überlebenswichtig, auf der anderen Seite diese grenzenlose Freiheit zu besitzen und eben nicht ständig abrufbar zu sein. Eine Freundin von mir sagte einmal. „Es ist seltsam, du bist für mich trotzdem immer erreichbar.“ Und meine Antwort ist: „Immer wenn ich spüre, du brauchst mich. Immer wenn du bei mir sein möchtest und ich bei dir. Weil es mir wichtig ist. Siehst du, ich brauche gar kein Handy. Weil es mir nicht wichtig ist.“

Ich wünsche dir, dass du dich immer mehr auf dich, wie auf dein Smartphone verlassen kannst. Das du immer das Gefühl hast mehr zu versäumen, wenn du deine Welt über das Display deines Handys betrachtest, als anders herum und dass du mit den Menschen die du liebst in Verbindung bist, egal ob der Akku geladen ist oder nicht. Das du immer noch am allerliebsten in das Gesicht des Menschen der dir gegenüber steht schaust und erkennen kannst ob es im gut geht oder nicht. Weil das nicht so einfach ist, wie sich hinter einem Smiley zu verstecken und weil eine echte Umarmung einfach immer noch am allerbesten ist.

Aus ganzem Herzen, deine M.

Remember life is all about being happy and creating big pink bubble gum bubbles!

Remember life is all about being happy and creating big pink bubble gum bubbles!

Heute ist es genau 1 Jahr her an dem ich meinen allerersten Blogeintrag geschrieben habe und ach Gott, wie klopft mir das Herz. Wie gibt es das denn, das ich beinahe so aufgeregt bin, als hätte eins unserer Kinder Geburtstag. Als würde ich noch schnell einen Kuchen backen, Luftballons aufpumpen, Geschenke einpacken und alles vorbereiten für die große Feier am nächsten Tag. Ich weiß es nicht genau, was es wirklich ist. Das Schreiben und ich, das ist so eine tiefe Verbindung. Das ist etwas das so sehr zu mir gehört, dass es noch nie wegzudenken war. Meine Schwester hatte gestern etwas gesagt, was mich so berührt hat. Sie hat es einfach so ausgesprochen und ich hatte noch nie darüber nachgedacht, aber es fühlt sich so wahr an. „Du schreibst einfach und du überlegst dabei gar nicht was oder wie du schreibst.“ Und so ist es auch. Es ist schon so, dass ich Sätze oft und immer wieder umschreibe, bis ich das Gefühl habe alle Worte stehen an der richtigen Stelle. So wie wenn ein Songwriter den Text schreibt und dann die Melodie dazu entstehen lässt. Aber wenn ich schreibe überlege ich nicht lange, dann spüre ich einfach in mich hinein und die Wörter folgen diesem Gefühl dann irgendwie automatisch nach.

Letztes Mal gab es beim Großmarkt eine Riesenpackung Hubba Bubba für 5 Euro. Was ziemlich unglaublich ist und deswegen haben wir dann gleich zwei der Riesenpackungen gekauft. Auf Vorrat. Wir haben uns alle so viele Kaugummis auf einmal in den Mund geschoben, bis wir den fast gar nicht mehr zu gebracht hatten. Und ich habe unseren Kinder etwas beigebracht was mir neben dem Schwimmen absolut lebenswichtig erscheint: Kaugummiblasen machen zu können und zwar die allergrößten. Da ist es mir wieder eingefallen, einen Satz der mich ein Leben lang begleitet hat und den ich nie wirklich vergessen habe. Dazu lass mich ein bisschen ausholen, um die eine Geschichte zu erzählen…

Als in Bad Tölz die Army Base noch in der Flintkaserne gewesen ist, war ich noch ein Kind. Die Army Leute waren äußerst beliebt bei uns in Bad Tölz, weil sie immer so lustig und freundlich waren. Des Öfteren waren sie dann auch im Arzbacher Hof zum Dinner und das war immer eine ziemlich große Sache. (a pretty big deal) Einmal war’s sogar eine sehr große Sache. Kein geringerer als der damalige Justizminister, an dessen Namen ich mich heute nicht mehr erinnern kann, (ich schaue nach und ergänze das an dieser Stelle) war damals bei uns zu Gast. Bodyguards of the Army inklusive.  Da standen sie dann alle, 30-40 Mann mit kompletter Montur und Ausrüstung so wie Zinnsoldaten in pefekter Anordung um den Arzbacher Hof herum und wir Kinder waren uns alle sicher, bei der kleinsten Kleinigkeit würden sie ihren Finanzminister mit einer handfesten Schlägerei verteidigen. Genauso wie Bud Spencer und sein Freund Terence Hill es tun würden, wenn’s drauf ankommt. Erst beobachteten wir sie vorsichtig aus der Ferne, doch weil sie ja so charmant witzig waren trauten wir uns langsam immer näher. Der rotharrige Thorsten aus Ostfriesland war damals schon in der 8.Klasse und hatte sein Englisch-Wörterbuch mit und so konnten wir uns dann ein bisschen unterhalten. Ich weiß es noch genau, wie eindrucksvoll das alles war. Die Männer in Uniform und wir Kinder die ehrfürchtig zu ihnen aufschauten. Sie zeigten und erklärten uns etwas über Flugzeuge, Amerika, den Präsidenten und die Orden die an ihren Uniformen baumelten. Thorsten übersetzte fleißig und irgendwann dann zog einer der Amerikaner eine kleine Box mit grellpinkem Kaugummi aus seiner Jackentasche.  Wäre jetzt ein Luftangriff auf den Arzbacher Hof gestartet worden, es hätte wahrscheinlich keiner mitbekommen. Da saßen wir nun zusammen mit den amerikanischen Soldaten die uns Kindern erklärten wie man richtige Kaugummiblasen machte. Die wirklich großen! What did we have fun! Der Soldier mit dem Kaugummi sprach genauso langsam mit Südstaaten-Akzent wie Forrest, Forrest Gump aus Greenbow Alabama: And remember life is all about being happy and creating big, pink bubble gum bubbles! Wir Kinder spürten instinktiv das er einen sehr weisen Satz gesagt hatte und drängten Thorsten dazu noch schneller in seinen Wörterbuch nach zu schlagen. „Was hat a denn gsagt?“ Thorsten der Langzeiturlauber auf dem Alpencampingplatz war nach vielen Sommern im Isarwinkel dem Bayrischen mittlerweile doch schon sehr mächtig, aber es dauerte eine Ewigkeit bis er es dann endlich heraus gefunden hatte und für uns in astreinem Hochdeutsch übersetzte: „Er meinte wohl, wir sollten nicht vergessen, dass es darum im Leben geht!“ „Um was denn, jetzt schau hoid nach, was moant a denn?“bohrten wir nach, als würden wir kurz vor der allgemeinen Erleuchtung stehen. „Na darum glücklich zu sein und um pinke Kaugummiblasen zu kreieren!“ So hat er es gsoagt, der amerikanische Colt Seavers Verschnitt und er hat doch so Recht gehabt. Dreißig Jahre später fällt mir dieser Satz wieder ein. Beim Kaugummiblasen machen mit unseren Kinder und diese Geschichte habe ich euch jetzt genau deswegen erzählt. Eben weil es manches Mal Sätze, Worte und vielleicht sogar ganze Bücher gibt, die so wertvoll sind, dass man sie ein ganzes Leben lang  mit sich herum trägt und nie vergisst. Für mich ist das einer der wichtigste Gründe warum ich schreibe. Das Menschen wie mein amerikanischer Soldat nicht vergessen werden. Das Sätze wie dieser aufgeschrieben sind und niemals einfach so verschwinden. Wie der Geschmack von Himbeerkaugummis und wahrem Glück.

Und zum 1. Blog-Geburtstag habe ich mir natürlich was überlegt, also schau doch die nächsten Tage hier nochmal vorbei….

Und ich wünsche es dir: Remember life is all about being happy and creating big pink bubble gum bubbles! Denn so ist es ja, es geht letztendlich immer um deine Gefühle und darum das du ganz genau weißt was dich glücklich macht. Wie ein innerer Kompass auf dein persönliches Glück geeicht, um dich durch den stärksten Sturm zu führen, wohlwissend und vertrauend, das am Ende die Sonne für dich mit ihrer ganzen Kraft strahlen wird.  Bleib offen wie ein Kind und beigeisterungsfähig für die tausend Möglichkeiten um dich herum. Finde was das dir echte Freude bereitet. Lerne und versuche dich darin solange, bis du ein wahrer Meister darin bist. Kaugummiblasenweltmeister zum Beispiel! Aus ganzem Herzen, M.

 

Der Arzbacher Hof und wir

Der Arzbacher Hof und wir

Der Sommer für uns im Arzbacher Hof fängt erst dann richtig an, wenn unsere Grillabendsaison beginnt. Und am Freitag den 1.Juli.2016 ist es wieder soweit. Sommeranfang im Arzbacher Hof! Den Original Bayerischen Grillabend gibt es mittlerweile seit über 30 Jahren und er ist somit zu einer festen Tradition im Arzbacher Hof geworden. Und weil wir so verwurzelt mit unserer Heimat dem Isarwinkel sind, liegt es uns einfach sehr am Herzen genau diese Tradition so ursprünglich wie möglich weiter zu tragen. Dazu gehören echt bayerische Musikgruppen, Schuhplattler und Goaßlschnaltzer genauso wie frischgezapftes Bier vom Holzfass und unsere saftigen Grillspezialitäten, das knackige Sommersalatbuffet und andere kulinarische Schmankerl. Die Grillabende sind für uns jedes Jahr ein Highlight im Arzbacher Hof Kalender und was ganz besonderes. Jeder Einzelne für sich. Warum das so ist? Ich kann es gar nicht so richtig beschreiben, es ist ein einzigartiges Gefühl, eine wundervolle Atmosphäre, irgendwas was den Arzbacher Hof am Ende dann auch wieder ausmacht… Du musst einfach vorbei kommen und es selber spüren, das Grillabendspirit vom Arzbacher Hof.

Langenhaslacher Besuch 2015 017

Doch so ein Fest bedeutet auch immer wochenlange Vorbereitungen und das ist auch nach 30 Jahren noch so. Das alles funktioniert nicht von alleine und auch nicht ohne eine gute Mannschaft die dahinter steht. Einer meiner letzten Beiträge war genau darüber Über das Leben, vier Eckfahnen und ein Fußballspiel Und weil das so ist und wir das auch unendlich schätzen, möchte ich heute mal was sagen…zu unserem Team und zu allen die dazu beitragen und beigetragen haben, dass es dem Arzbacher Hof gut geht. Und an erster Stelle ein paar Worte  zu ihm, dem Arzbacher Hof. Deswegen sind wir hier.

Langenhaslacher Besuch 2015 007

 

Lieber Arzbacher Hof,

seit ich denken kann, warst du da. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, wie wunderschöne meine Kindheit mit dir war und das ist auch etwas das für immer bei mir sein wird. Doch es gab auch eine Zeit, in der ich erst einmal Abstand von dir gebraucht habe. Weil die Dinge eben so waren, wie sie waren und wie das manches Mal so ist, wenn man jemanden zu sehr mag.  Dann habe ich Tom getroffen und auf einmal war alles anders. Es war als hätte ich auf einmal den geborenen Wirt für dich gefunden (er wird mir vielleicht widersprechen, wenn er das liest;-) und das ohne das  ich je danach gesucht hätte.  Mein Gefühl war so klar und ich wusste WIR müssen zurück zu dir. Auch wenn nicht immer alles so leicht und einfach war, besonders in unserer Anfangszeit, bin ich mir doch sicher du weißt wie unendlich viel du uns bedeutest. Wir haben dich immer als weiteres Familienmitglied gesehen, als guten Freund, der uns ein Zuhause gibt, uns beschützt, für uns sorgt und für uns da ist. Ich habe gelernt für dich zu kämpfen, wenn es nötig ist. Sanft und friedlich und gegebenen Falls auch einmal zu schweigen, wenn es die bessere Art zu reden ist. Wir spüren genau, wann es jemand gut mit dir meint, dich schätzt und im Ganzen sieht. Das ist dann einfach nur wunderschön! Und ich glaube, du tust das auch und gibst uns damit so unendlich viel zurück. Unseren Gästen, unseren Mitarbeitern und nicht zuletzt auch uns. Manches Mal kann man es nicht richtig erklären, warum man so an einen Betrieb, einer Firma, einem Haus oder jemanden wie du, dem Arzbacher Hof hängt. Ich glaube fest daran, dass es so ist: du hast eine Seele und du gehörst einfach zu uns und wir sind unfassbar dankbar darüber, dass es dich gibt.

Arzbacherhof 2016 im Arzbach 051 - Kopie

Und nun zu euch…unsere lieben Mitarbeiter. Wenn ich nur ein Wort hätte, das ich euch sagen möchte, dann wäre es DANKE. Danke, dass ihr bei uns seid und das oft mehr Stunden als eure Freizeit hat. An Feiertagen, an wichtigen Fußballspielen und dann wenn alle Urlaub machen, feiern oder ihr wieder einmal alles andere kurzfristig  absagen müsst, um einen kranken Kollegen zu vertreten. Ihr seid ausnahmslos immer freundlich und herzlich, nicht weil wir das vorgeben, sondern weil es so ist. Spontan, hilfsbereit und ehrlich. Ihr lebt mit uns „wahre Gastfreundschaft“ und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ihr damit die Welt ein kleines bisschen heller und zu einem friedlicheren Ort erstrahlen lässt. Und ihr…unsere Gäste. Für all die, die uns schon seit vielen Jahren, ja oft Generationen so treu zur Seite stehen. Für die, die zum ersten Mal oder zufällig bei uns vorbei kommen und für alle, die sich für ein paar Stunden eine gute Zeit in angenehmer Gesellschaft gönnen möchten. Auch wenn es sich jetzt doch schon sehr kitschig anhört, ist es doch wahr. Genau das berührt uns unfassbar!

Danke aus ganzem Herzen,
eure M. im Namen aller die dazu gehören

Langenhaslacher Besuch 2015 016

Grillabend-Termine 2016

01.07.2016 Osterleitner Spitzbuam

08.07.2016 Griabiger Hauf’n

15.07.2016 Scheeberg Musi

22.07.2016 Argeter Buam

29.07.2016 Geschwister Merk

05.08.2016 Die jungen Hinterberger

12.08.2016 Bergzauber Melodien von Bayern-Oberkrain

19.08.2016 D’Lärchkogler

26.08.2016 Windstärke 12

02.09.2016 Grasleitn Musi

Grillabend 2015/ Ein Beitrag über die Grillabend-Saison 2015 und den tatsächlich einzigen Grillabend 2015 mit Regen!

Regenbogensommeranfang im Isarwinkel

Regenbogensommeranfang im Isarwinkel

Ich kann mich nicht an einen Monat hier im Isarwinkel erinnern, an dem ich jemals so viele Regenbögen auf einmal gesehen habe wie in diesem Juni. Er erinnert mich an meine Reise durch Südamerika. Jeden Tag ein Regenbogen und einer schöner & bunter als der andere.  Und an dieser Stelle dieses Mal nichts Geschriebenes, sondern einen Vlog auf dem Blog 😉 Über den fantastischen Regenbogensommeranfang in Bayern…einen wundervollen Tag wünscht euch aus ganzem Herzen,  M.

Gastbeitrag 20 Tatsachen über den Arzbacher Hof bei Glucke und so

Gastbeitrag 20 Tatsachen über den Arzbacher Hof bei Glucke und so

20 Tatsachen über den Arzbacher Hof

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Und gleich noch ein Gastbeitrag…und ich bin wieder unsagbar glücklich bei Dani von Glucke und so auf ihrem Blog schreiben zu dürfen! Dieses Mal geht es um 20 Tatsachen über den Arzbacher Hof, aber lest selbst…und wenn ihr es nicht eh schon getan habt, schaut unbedingt bei diesem wunderbaren Blog vorbei. Mein persönlicher Favourite ist ja die Montagspost, aber ich lese alle Beiträge unglaublich gerne.  Ich wünsche euch ein zauberhaftes Fußballwochenende und schicke euch viele gute und liebe Grüße direkt aus dem Arzbacher Hof.  Aus ganzem Herzen, M.