Die herzensgute Hollerfee vom Isartal Burgi Heufelder und das Geheimniss unseres Uropas

Auf diese Treffen habe ich mich schon seit langer, langer Zeit gefreut. Ein paar Mal hatten wir schon einen Tag für unser Gipfeltreffen festgelegt und immer wieder ist ganz kurz vorher dann doch noch etwas dazwischen gekommen. Aber obwohl der Terminkalender bei uns beiden bis zum Rand gefüllt ist, habe ich einfach nicht locker gelassen, weil man eben nur ganz selten auf solche herzerwärmenden Menschen wie die Burgi trifft. Wenn Burgi den Raum betritt, erfüllt sie ihn sofort mühelos mit Leichtigkeit und einer dermaßen ansteckenden Fröhlichkeit, dass man sie am liebsten gleich in den Arm nehmen möchte, auch wenn man sie gerade erst kennen gelernt hat. Ich habe das große Glück, dass Burgi als meine Cousine schon mein ganzes Leben lang bei mir ist. Bei meiner Taufe hat sie die Kerze für mich getragen und auch sonst eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt. Sie hat mir auf meinem Weg sozusagen ein  Licht vorweg geschickt. Und das einfach nur weil sie da ist. So wie mit meiner Taufkerzen damals. Auch wenn wir uns manches Mal Monate lang nicht sehen, habe ich trotzdem immer das Gefühl, dass wir uns sehr nahe stehen. Wenn wir reden, reden wir lange und die Gesprächsthemen gehen uns sicher nicht aus. Und Burgi‘s Leben, das finde ich einfach so unfassbar spannend, dass ich es euch nicht vorenthalten kann.

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Wir treffen uns an diesem allerersten Herbstfreitag zu unserem langersehnten Gipfeltreffen am Wanderparkplatz der Waldherralm. Ich freue mich so Burgi wieder zu sehen, um gerade heute an diesem herrlichen Septembertag ein paar ganz besondere, geschenkte Stunden mit ihr verbringen zu dürfen. Das gleiche Anfangsstück wie bei meinem Gipfeltreffen mit Carola, Jochen und Emma denke ich, als wir geradeaus loswandern.img_9941 Wie nah doch immer alles zusammen liegt. Vor dem kleinen Brückerl biegen wir dann allerdings nicht rechts, sondern links Richtung Zwiesel ab. Der Morgentau hält sich in großen, dicken Tropfen hartnäckig an den Grashalmen und Sträuchern fest, während die Sonne vorsichtig durch den frühen Herbstnebel blinzelt. Wir bleiben kurz stehen und lassen diesen Moment auf uns wirken. Wie schön es doch hier ist!

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Burgis Mama und meine Mama sind Schwestern. Beide wuchsen zusammen mit insgesamt zehn Geschwistern in dem idyllischen Ort Leger zwischen Wegscheid und der Jachenau auf. Ihre Kindheit war frei, aber auch sehr geprägt von Strenge und Disziplin. Mein Opa hat seine erste Frau Elisabeth im Kindsbett verloren. Meine Oma war die Schwester von Elisabeth, jung verliebt und wollte bald heiraten. Wegen der ganzen Arbeit am Hof und auf dem Sägewerk, aber hauptsächlich wegen der fünf Kinder hat meine Oma schweren Herzen die Verlobung gelöst und den Mann ihrer Schwester geheiratet.(das muss man sich erst einmal vorstellen!)  Sie bekam noch sechs weitere Kinder mit meinem Opa, zwei davon waren meine Tante und meine Mama. Insgesamt waren es tatsächlich einmal vierzehn Kinder. Drei Kinder- zwei davon Zwillinge-  sind an heute vergleichsweise harmlosen Krankheiten als Säungling verstorben und ein Kind ist auf dramatische Weise im Sägbach ertrunken.  Das ist nur eine von vielen bemerkenswerten, manchmal auch tragischen Geschichten, die um unsere Familienclan den „Soagschneidern“ kreist. Jede einzelne davon wäre es wert sie zu erzählen und am Ende könnte man ein ganzes Buch darüber schreiben. Aber das hier ist Burgi’s Geschichte und ich bin dankbar, dass ich es sein darf, die sie für euch aufschreibt.

Burgi, ich war ja das jüngstes Enkelkind von unseren Großeltern. Unser Opa ist gestorben, als ich gerade einmal ein paar Monate alt war. Aber die Oma die habe ich immer noch in so guter und lebendiger Erinnerung. Einmal sind wir mit ihr über die Grenze nach Österreich gefahren, um einen kleinen Ausflug mit ihr zu unternehmen. Als der Grenzpolizist feststellte, das der Ausweis der Leger-Oma bereits seit 10 Jahren abgelaufen war und fragte warum sie den denn nicht neu beantragt hatte, meinte sie: „ Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich einmal so alt werden würde.“ Weil du ein paar Jahre älter bist als ich, hattest du von der Oma ja noch viel mehr mitbekommen. So oft hast du mir von den abenteuerlichen Ferienwochen im Leger mit meinen anderen Cousinen (und Cousins) vorgeschwärmt. Das Leger das war ganz ein besonderer Ort für dich?

Ja, und diese Zeit werde ich wirklich nie vergessen. Das Leger bedeutet für mich seit jeher schon grenzenlos Freiheit. Alleine das Haus der Oma mit dem großen Wald dahinter, nachdem wirklich nichts mehr kam, außer der Fluß Jachen und die Berge. Das ist glaube ich für alle Kinder ein großer Traum. Die Oma ist mit uns und dem Fahrrad zum Beerenpflücken gefahren, wir haben viel gesungen und gelacht. Überhaupt habe ich die Oma als herzensgute und lebenslustige Frau in Erinnerung.

Wir reden noch ein Weilchen, über unsere Erinnerungen an Leger. Über Oma und Opa, Omas Katzen, das Birkenwasser mit dem Oma ihren Enkelinnen immer die Haare geflochten hatte, die vorher im Kachelofen aufgeheizten Ziegelsteine, die sie uns Kindern zum Wärmen der Füße ins ohnehin schon wuchtige Federbett legte und an den Geruch von frischem Kaffee am frühen Morgen. Alleine durch ihren Namen, den  Burgi (Notburga) mit meiner Tante und Oma teilt, sind die drei sehr verbunden und es scheint, dass oft alleine durch diesen Namen, sich ein besonderes enges, unsichtbares Band um die drei legte.

Der Weg führt uns vorbei an prächtigen Wäldern, herbstlichen grün-gelben Wiesen und Brombeersträuchern. Die Blätter beginnen sich langsam zu färben. Wir sind mittendrin in diesem Übergang vom Sommer auf den Herbst.

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Burgi bleibt stehen und wir bewundern ein paar Pflanzen und Blumen am Wegrand. Burgi fällt ein Schwamm an einem Baum auf, an dem silbrige Wasserperlen langsam nach unten tropfen. Beinahe wäre ich einfach vorüber gegangen. Offene Augen für die kleinen Wunder um uns herum hatte Burgi schon seit jeher, aber auch die Liebe zur Natur, zu den Pflanzen, Kräutern…img_9956

Burgi, war eigentlich schon immer klar, dass du Floristin werden wolltest?

Ja, das war von Anfang an sonnenklar. Und das zieht sich auch wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben. Ich bin mir auch sicher, auf eine gewisse Weise werden die „Pflanzen und Blumen“ mein ständiger Begleiter sein. Nur habe ich festgestellt, dass sich etwa alle sieben Jahre  mein Leben auf wundersame Weise jedes Mal neuorientiert.

Wirklich alle 7 Jahre?

Seltsam. Ja. Aber es waren tatsächlich immer ziemlich genau 7 Jahre.

Wo befindest du dich denn dann gerade, am Ende der 7 Jahre, mittendrin oder am Anfang?

Ich würde sagen am Ende. Vor 7 Jahren habe ich mich mit der Sonnenkunst selbstständig gemacht. Das war damals die perfekte Zeit und hat sich alles auch richtig angefühlt. Ich arbeite nebenbei ja noch in der Gärtnerei Epp in Lenggries.  Selbstständig zu sein bedeutet Freiheit und die Dinge so zu gestalten wie man es selber möchte. Aber eben auch die vielen Extrastunden, die man gar nicht sieht, die sich aber am Ende dann doch summieren. Die  Gärtnerei zieht bald um und vergrößerst sich und da ich dort auch diese Freiheit auf meine Art zu arbeiten ganz und gar ausleben darf und auch das Arbeitsklima so perfekt passt, überlege ich gerade mehr dort zu arbeiten. Somit würden dann die Zusatzstunden der Selbstständigkeit wegfallen und ich könnte mich wieder mehr der Kunst widmen, zu der die letzten Jahre und oft  auch aufgrund der Selbstständigkeit einfach Zeit und Muße gefehlt hatten. Aber mal schauen, wo mich der Weg letztendlich hin führt…

Ich weiß, dass du genau so wie ich, auch davon überzeugt bist, dass alles zu seiner Zeit passiert. Und da muss ich jetzt an unsere Oma denken, die immer sagte, wer weiß für was es gut ist.

Davon bin ich überzeugt. Oft passiert im Leben etwas, dessen Sinn man erst gar nicht greifen kann. Manchmal hadert man und ärgert sich, aber wenn man ganz ruhig wird und auf auf sein Herz hört, dann weiß man es ganz genau. Am Ende wird alles gut sein. Und darum geht es für mich im Leben auch, darauf zu vertrauen, dass alles nur so sein kann, wie es im Augenblick ist und alles zu deinem Wohle geschieht. Mit einem offenen Herzen durchs Leben zu gehen, mag manches Mal weh tun, weil du so auch verwundbar bist, aber es wird sich immer lohnen. Alles was du aus ganzem Herzen gibst, kommt tausend Fach zu dir zurück.

Ach liebe Burgi, du sprichst mit so aus der Seele, aus ganzem Herzen eben und glaubst du wirklich wir sind in diesem Leben zufällig Cousinen geworden? Wobei ich bei meiner nächsten Fragen bin und unserer nächsten Gemeinsamkeit, die uns so verbindet.. Wie auch ich beschäftigt sich Burgi schon ihr ganzes Leben lang mit allem was weitgehend mit Heilen und Spiritualität zu tun hat. Auch hier schließt sich der Kreis im Ursprung unserer Familie. Unser Uropa hatte eine Gabe, die viele Menschen aus Nah und Fern zu ihm ins Leger pilgern  lies: Er konnte Menschen mit Kräutern und uraltem Heilwissen heilen. Als mein Uropa verstarb, hat er dieses niedergeschriebene Wissen meiner Oma in Form eines Gelübdes weiter gegeben. So wie auch er es erhalten hatte. Meine Oma hat es angeblich meiner Tante vermacht, der “ zufälligerweise“ auch ein großes Interesse für Kräuter und deren Wirkungsweisen mit in die Wiege gelegt wurde . Burgi und ich finden das unglaublich spannend und hochinteressant. Das Gelübde besagt unter anderem auch, dass derjenige der die alte Tradition fort führt, es als Geheimnis für sich behalten muss und mit keinem anderen Menschen  über den Inhalt und die Vorgehensweise dieser alten Heilkunst reden darf. Was die Sache für uns natürlich noch geheimnisvoller macht.

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Meine Cousine hat sich über Jahre hinweg das Handwerk des Räucherns angeeignet. Zusammen mit Christa und Margot sind sie die „Hollerfeen aus dem Isartal“.  Wer die drei jemals zusammen auf einen ihrer Vorträge oder beim Räuchern erlebt hat, sieht wie sehr sie dieses Thema dann auch leben und weitergeben möchten. Faszinierend ist es allemal.

Wie bist du denn überhaupt zum Räuchern gekommen Burgi?

Das hat sich immer alles ergeben. Durch meine Arbeit als Floristin hatte ich ja eh schon immer einen Zugang zu Kräutern  usw… Eine Freundin gab mir die Adresse von Marlies Bader, die über das Räuchern mit heimischen Kräutern oder das Wohnen mit guter Energie Bücher geschrieben hat und ihr Wissen in einer einjährigen Ausbildung an andere weiter gibt. Die Ausbildung hat mich persönlich sehr bewegt und auch vieles bei mir ausgelöst.

Du hattest ja auch einmal eine Ausbildung zur Persönlichkeitstrainerin absolviert?

Ja, genau. Das ist schon etwas länger her. Damals bei der Positiv Factory. Ich hatte so unglaublich ineressante Menschen während dieser Zeit kennen lernen dürfen und auch so wirksame Methoden, wie man zum Beispiel an neue Projekte heran geht oder mit schwierigen Lebenssituationen umgehen kann. Eine unfassbar wertvolle Zeit für mich, die ich jeden nur uneingeschränkt empfehlen kann.

Wir erreichen die Lichtung kurz vor der Gassenhofer Alm. Beide haben wir dort als Teenager lustige Hüttenabende verbracht. Unabhängig voneinander. Irgendwie müssen wir jetzt darüber lachen und können gar nicht glauben, wie lange das in Wirklichkeit schon her ist.

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Bald schon können wir den Gipfel sehen und der Weg führt uns steil nach oben. Ab und zu müssen wir einfach innehalten und uns umdrehen, zu schön ist diese zauberhafte Bergkulisse des Voralpengebirges. Und was für einen Stimmung! Wir genießen jeden einzelnen Augenblick so sehr, vor allem weil wir ja wissen wie selten das ist, dass wir es tatsächlich einmal gemeinsam auf den Berg schaffen.

Als wir oben am Bankerl ankommen stellt sich bei uns wirklich wahres Gipfelglück ein. Es ist einfach so besonders, dass wir hier zusammen auf dem Zwiesel sitzen und auf den Isarwinkel und auf unsere Heimat herab schauen dürfen. Alkoholfreies Weißbier, Butterbrezen, Käsestangen, Quarktaschen…ein verspätetes Frühstück auf dem Berg schmeckt einfach immer außergewöhnlich gut!

Und Burgi erzählt, wie oft es ihr im Alltag so ergeht, dass sie Menschen einfach spontan in den Arm nimmt, wenn ihr das Gefühl das sagt. Einmal so sagt sie, hatte sie eine Kirche für eine Hochzeit dekoriert und eine fremde Frau hat ihr von ihrem verstorbenen Mann erzählt. Burgi hat ihr einfach nur zugehört und sie dann rein aus dem Instinkt heraus umarmt. Die Frau ist in Tränen ausgebrochen und war so sehr berührt von dieser Geste, dass sie Burgi einen Segenswunsch für ihr ganzes Leben aussprach. Richtig förmlich mit Handauflegen und so. Burgi wiederum war von diesem spontanen Dankbarkeitsritual  dann auch wieder so bewegt, dass sie dieses Erlebnis mit der freundlichen Dame in der Kirche sicherlich auch so schnell nicht wieder vergessen wird. „Aber so ist das, wenn man seinem Gefühl folgt. Manches Mal geschehen dann die wundersamsten Dinge.“ stellt Burgi fest. „Und überhaupt, “ so fährt sie fort, „ein Leben ohne es aus dem Herzen heraus zu leben, könne sie sich nur schwer vorstellen.“ Herz über Kopf. Ganz klar.

Bei Burgi hat es immer den Anschein, wie wenn sie durchs Leben tanzt. Es ist diese Leichtigkeit die sie umhüllt, wie ein zarter Schleier gewebt aus Mut, Fröhlichkeit und der unendlich tiefen Freude am Leben. Gibt es irgendetwas was du dir noch wünscht Burgi?

Alles in allem hatte ich schon sehr viel Glück im Leben und mir wirklich ganz tolle Menschen ausgesucht, die ich begleiten darf und die mich begleiten. Ich würde nichts daran ändern, denn im Grunde hat mich alles genau dahin geführt wo ich jetzt stehe.  Auch zu meinem größten Geschenk: Mein Sohn Basti. Der ja mittlerweile auch schon erwachsen ist und seinen eigenen Weg geht. Wir sind sehr eng miteinander verbunden und ich bin so unfassbar gerne seine Mama und einfach überglücklich, dass wir uns gefunden haben.

Gefunden haben. Glaubst du ihr habt euch ausgesucht?

Ja auf alle Fälle. Ich glaube wir ziehen immer die „richtigen“ Menschen in unser Leben. Das sind ganz oft die Menschen die wir über alles lieben, aber auch die von denen wir am allermeisten lernen können.

Du und Markus (Bastis Papa) ihr seit ja beide noch sehr jung gewesen, als Basti zur Welt kam und habt euch getrennt, als er noch sehr klein war. Was mir bis heute imponiert ist, dass euch so eine tiefe Freundschaft miteinander verbindet. Ich glaube das ist echt selten.

Das stimmt. Wir schätzen uns beiden einfach total und freuen uns immer noch sehr, wenn wir uns sehen. Auch wenn das „nur“ freundschaftlich ist. Aber Freundschaft ist doch auch so unsagbar wertvoll.

Da hast du Recht. Glaubst du denn an die eine große Liebe?

Ja, unbedingt. Alle Menschen mit denen ich bisher zusammen war, haben immer noch einen Platz in meinem Herzen und auf übergeordnete Weise liebe ich sie immer noch. Auch wenn ich an diese eine große Liebe glaube, tue ich mir tatsächlich schwer, etwas zu versprechen, zu schwören…so wie es ja an Hochzeiten oft der Fall ist. Lieber möchte ich daran glauben, dafür leben und mein Herz dafür öffnen.

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Der Abstieg führt uns über die bewirtschaftete „Schnoada Alm“  über einen sehr schönen Steig mitten durch den Wald, alten Baumbeständen, an Wasserfällen vorbei und  Burgi erzählt mir von einem weiteren Geschenk, welches  ihr das Leben gemacht hatte: Das Haus in dem sie und Basti jetzt leben und das sie sich immer genau so gewünscht hatte. Manchmal so sagt sie, kann sie es immer noch nicht glauben, dass das genau so passiert ist. Denn sein Traumhaus in der heutigen schwierigen Imobilienlage zu finden, obendrein  erschwinglich, ist wirklich wie ein 6er im Lotto, wie Burgi es immer wieder betont. Ich erinnere mich so gut an jede einzelne von Burgis Wohnungen. Angefangen bei dem riesengroßem Zimmer bei meiner Tante und meinem Onkel im Dachgeschoss, die Wohnung beim Schloss in Reichersbeuern, die ohne Heizung am Kalvarienberg, die in der Marktstrasse in Bad Tölz, die bald unser Lieblingstreffpunkt an Leonhardi war, das kleine, uralte Haus mit dem verwunschenen Garten… Alle Wohnungen hatten ihre ganz besondere Ausstrahlung und Energie. Über die letzte Wohnung bekam Burgi dann auch das Angebot ihr Traumhaus direkt gegenüber zu kaufen. Das ist auch wieder was das Burgi lebt. Einfach einmal dem Leben zu vertrauen, alles wird gut und zur rechten Zeit kommt es zu dir…so wie dein Traumhaus zum Beispiel.

Burgi erzählt mir noch von den vielen Zufällen, wenn sie auf Reisen war. Einmal zum Besipiel wollte sie und Basti nach Mexiko fliegen. In den Osterferien im karibischem Meer baden, einmal die Maja-Tempel in echt sehen und mit dem Rucksack durch das Land reisen. Am Flughafen dann die Ernüchterung. Basti durfte mit seinem deutschen Pass nicht über die USA einreisen, weil er nicht den US Bestimmungen entsprach. Ziemlich traurig sind sie damals mit ihren Rucksack in dem sie nur Flossen, Taucherbrillen und ein paar Sommerklamotten gepackt hatten, mit dem Zug wieder nach Hause getingelt. Kurz entschlossen sind sie dann einfach nach Wien weiter gefahren, haben dort unsere gemeinsame Tante besucht und wie es der Zufall will in einer Pension übernachtet in der alles, wirklich alles im Mexikostyle eingerichtet war. Mit den Vermietern haben sie sich so gut verstanden, dass sie sich auch nach der Reise wieder getroffen haben. Das ist ja gerade das faszinierende am Reisen, die Menschen die einem überall auf dieser wunderschönen Erde begegnen. Denn am besten führt uns doch alle immer noch der Zufall zusammen. Zufall im Sinne von zu fallen.

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Waldherr Alm

Am Ende unserer Tour gehen wir am Bacherl Richtung Waldherr Alm entlang. Ein super Einkehrtipp übrigens, den ich nur empfehlen kann. Waldherr Alm

Liebe Burgi, ich könnte ewig mit dir weiter wandern. Auch bis ans Ende der Welt oder zumindest ein gutes Stück bis dahin,  das darfst du mir ruhig glauben. Du bist mit Abstand einer der warmherzigsten, gutmütigsten, offensten und ehrlichsten Menschen die ich kenne. Danke für die Zeit mit dir. Danke für unser Gipfeltreffen.

Danke aus ganzem Herzen, deine Cousine Michi

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15 thoughts on “Die herzensgute Hollerfee vom Isartal Burgi Heufelder und das Geheimniss unseres Uropas

  1. Ich bin gerade zufällig zu deinem Blog gekommen, weil ich die Zwiesel Tour gegoogelt hatte. Tolle Idee mit dem Gipfelreffen, so macht ein Tourenvorschlag noch mehr Spaß. Wir werden dann heute Nachmittag auf den Zwiesel wandern und vielleicht haben wir noch Zeit bei euch im Arzbacher Hof vorbei zu schauen. (nach Schnoadaalm und Walderralm…;-)

  2. liebe michi,
    ich bin zu tiefst berührt, wie du die gesprochenen Worte in Texte verfasst, die das Herz öffnen und die Seele zum Schwingen bringen.
    Im Leben gehts doch nur um Liebe und Frieden, wenn die Menschen ihr Herz öfter füreinander öffnen würden, gäbe es keinen Hass und Streit. Denn dann könnte jeder in das Herz des anderen blicken und wäre überwältigt von der Schönheit, der Reinheit der Liebe und des Friedens.
    NAMASTE Burgi

  3. Liebe Burgi, danke, danke aus ganzem Herzen für deinen Kommenentar, für alles und am allermeisten dafür, dass du bist wie du bist! ♥

  4. Was für eine herzliche und innige Beziehung zu Deiner wundervollen Cousine! Die Geschichten und Erfahrungen sind sehr beeindruckend und so schön erzählt und wiedergegeben. Wieviel Ermutigung und Weisheit aus den Zeilen spricht.
    Liebe Michaela, Du hast eine großartige Begabung für’s Schreiben!
    Angelika

  5. Liebe Angelika! Dein Kommentar freut mich so sehr und ich danke dir aus ganzem Herzen dafür UND ich kann unserer Gipfeltreffen kaum erwarten! Allerbeste Grüße und bis ganz bald.

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