Tür Nummer 12: Weihnachtswünsche eines Kindes

Tür Nummer 12: Weihnachtswünsche eines Kindes

Donnerstag abends bei Weihnachtsgeschicht’n mit Christine Neubauer und der Nachtmusik, hatte Christine Neubauer dieses rührende Gedicht vorgelesen. Ich will es euch nicht vorenthalten, weil ich es einfach so wunderschön fand. Alles Liebe und Gute und denkt daran besonders die Geschenke die nichts kosten sind oft genau die, die am wertvollsten sind.

Einen friedlichen Montagabend, aus ganzem Herzen M.

Ich wünsche mir einen langen Tag,
ganz ohne alle Uhren,
und auch Erwachsene, die nicht stets
auf Termine luren.
Ich wünsch mir Papa mit viel Zeit für mich
und meine Fragen
und dass Erwachsene nicht so oft
nur jammern oder klagen.
Ich wünsch mir, dass man mich fragt,
warum ich manchmal weine.
Ich wünsch mir, dass man mir mal sagt:
„Ich mag dich, meine Kleine!“
Ich wünsch mir, dass man nicht stets mahnt:
„Nicht jetzt, denk doch an später!“
Ich wünsch mir, dass ich „ich“ sein darf
und nicht ein „man“ und „jeder“.
Ich wünsch mir Lehrer mit Humor und solche,
die gern lachen.
Dass ich nicht nur gescheit sein muss,
mal träumen darf im Wachen.
Frohe Gesichter um mich rum,
die nicht im Alter rosten.
Bekomm die Wünsche ich erfüllt?
Wohl kaum, weil sie nichts kosten!

Verfasser unbekannt

Tür Nummer 10: Wie die Zeit bei dir bleibt und über die wahre Freude am Schenken

Tür Nummer 10: Wie die Zeit bei dir bleibt und über die wahre Freude am Schenken

Die Zeit. Zur Zeit höre und lese ich immer, das Wertvollste ist es sich gegenseitig Zeit zu schenken. Jeder hat alles und keiner braucht mehr wirklich etwas, also schenkt man sich eben gemeinsam verbrachte Zeit. Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das genau ein Zeichen davon ist, dass wir viel zu wenig davon und für einander haben. Generell. Und warum empfinden so viele Menschen, dass die Zeit so schnell dahin rast?  Jung und alt gleichermaßen. Warum ist alles nur so furchtbar schnelllebig geworden?

Fangen wir einmal von vorne an. Meine Kindheit zum Beispiel. Rückblickend betrachte ich sie als unglaublich aufregend, magisch und wundervoll zugleich,  aber ich kann mich auch noch gut an die Tage erinnern, die vor Langeweile gerade zu Ewigkeiten dauerten. Das Fernsehen hatte noch drei Programme, auch bei Regenwetter und wir Kinder versuchten manches Mal sprichwörtlich die Zeit tot zu schlagen. Doch genau daraus sind uns dann die allerbesten Ideen entstanden! Wir haben wirklich noch stundenlang Baumhäuser gebaut oder unsere Zeit im Wald verbracht und die Tage bis zum nächsten Geburtstag oder Weihnachten waren grundsätzlich immer lang. Vielleicht hat meine Kindheit deswegen einen so hohen Stellenwert in meinem Leben, weil sie sich ewig anfühlte. Doch wo sind sie hin, die letzten 15 Jahre und warum geht jeder Tag so schnell vorbei?

Jeder hat viel zu tun, ob das die Arbeit oder auch der Freizeitstress ist. Ich nehme mich davon ja nicht aus. Aber wenn wir einmal wirklich genau hinschauen, wie viele Minuten am Tag schauen wir aufs Smartphone oder in den Fernseher. Ich bin mir sicher, wir könnten dieser Zeit jeden Tag mindestens eine Stunde abzwacken.  Minimum.  Wir würden das Schenken dann wahrscheinlich nicht mehr als zu viel Konsum bewerten und uns einfach die Zeit nehmen, etwas zu schenken, was für den geliebten Menschen wirklich passt. Ein gutes Buch oder vielleicht ein Möbelstück mit Seele, welches wir im letzten Urlaub zufällig auf den Markt  entdeckt haben und das uns sofort an jemand erinnert hatte, zu dem es gut passen würde. Wir würden uns wieder Briefe schreiben, Dinge für einander basteln die lange halten und all die Plastikweihnachtskugeln aus China würden  so viele Jahre im Baumarktregal liegen bleiben, bis sie letztendlich nicht mehr hergestellt werden würden. Es würden wieder Spielzeuggeschäfte aus dem Boden wachsen, mit handgefertigten Ritterburgen und Puppenhäusern aus Holz und die Kinder würden sie später ihren Kindern zum Spielen aus dem Dachboden holen. Wir würden wieder Freude am Schenken haben, in vor Rührung leuchtende Augen blicken und die Zeit würde nicht mehr kostbar sein. Sie würden einfach zu uns gehören, wie sie das schon immer tat und wir würden sie uns von nichts und niemanden mehr nehmen lassen.

Ich habe im Blog-Adventskalender ja auch Geschenke verlost. Die meisten Geschenke sind  handgemacht, doch zweimal waren es auch Geschenke von großen Firmen wie Märklin und Paulina, einfach deswegen weil ich die Sachen toll finde und auch von allen Seiten beleuchtet habe, ob sie auch wirklich „wertvoll“ sind. Ich sage auch nicht, nie mehr etwas anders zu kaufen als Holzspielzeug. Aber kauft nachhaltig und Dinge, die anderen wirklich Freude machen. Ich muss bei dieser Sache auch immer wieder bei mir selbst aufpassen und wir haben auch viel zu viele Plastikautos aus China irgendwo zwischen den Regalen. Aber….es gibt sie. Die handgemachten Dinge und ich finde sie strahlen einfach eine ganz andere Vergänglichkeit aus.

Und die gute, alte Zeit? Lasst sie euch nicht nehmen. Gerade dann wenn ihr glaubt viel zu wenig davon zu haben. Baut mit euren Kindern ein Puzzel oder einen meterhochen Legoturm im Kinderzimmer auf. Lest oder erzählt Geschichten, wenn es wieder einmal viel zu laut ist, geht wieder spazieren und ruft eure Freunde an, statt schnell noch eine Whats app zu schreiben. Nehmt euch Zeit für die Dinge die euch am Herzen liegen. Nehmt euch Zeit für die Menschen die ihr liebt. Die Welt wird sich dennoch weiter drehen, aber für euch dann vielleicht ein bisschen langsamer.

Nur weil wir versuchen die Zeit mit Uhren und Kalendern zu messen, bleibt sie trotzdem subjektiv. Eigentlich habe ich gerade jetzt in der Adventszeit überhaupt keine Zeit etwas im Blog zu schreiben, aber wie das immer ist mit Herzensangelegenheiten die man liebt, es passt immer irgendwie doch noch rein. Darum:  verschiebe deine Prioritäten wenn nötig und schenke den Menschen die du aufrichtig liebst den größten Teil deiner Aufmerksamkeit. Widme dich mit ganzer Hingabe den Dingen, die dir von Herzen Freude bereiten. Sei großzügig und gütig mit deiner kostbaren Zeit und du wirst so wie Sternthaler am Ende unsagbar dafür belohnt werden.

Einen wundervollen Tag und eine sternenreiche Nacht & morgen einen wundervollen, besinnlichen 3.Adventssonntag in bester Gesellschaft,

aus ganzem Herzen M.

momoblog

Tür Nummer 9: Die Nachtmusik trifft Christine Neubauer

Tür Nummer 9: Die Nachtmusik trifft Christine Neubauer

Gestern durfte ich mit einer kleinen Abordnung vom Arzbacher Hof einen ganz besonderen Premiere-Abend im Miesbacher Waitzinger Keller erleben. Carola und ihre Nachtmusik sind seit heute zusammen mit Christine Neubauer und ihrem Bühnenprogramm Weihnachtsgeschicht’n auf Tour. Vielleicht könnt ihr euch noch an Carola aus Straubing erinnern? Ich war mit ihr und ihrem Mann Jochen diesen Sommer zusammen auf dem Heiglkopf. Gipfeltreffen mit Carola und Jochen & Emma Damals war die Weihnachtstour zwar in Planung, aber noch nicht konkret. Jetzt ist es tatsächlich wahr geworden und ich kann euch gar nicht sagen wie sehr mich das wirklich berührt, Carola da oben auf der Bühne zu sehen und singen zu hören. Da gehört sie einfach hin. Die Nachtmusik war gewohnt zauberhaft, sowie Christine Neubauer.img_3218

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Seit vielen Jahren sammelte sie in der alten Ledermappe von ihrem Opa (wie ihre Eltern die ebenfalls im Publikum saßen glaubhaft bestätigten) bayrische Gedichte, Geschichten und Weihnachtliches, um diese in einer Adventslesung meist in oberbayrischer Mundard vorzutragen. Die Geschichten sind besinnlich, tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Manches Mal musste ich Tränen weinen vor Lachen und dann wiederum steckte es mir in der nächsten Sekunde im Halse fest. Am allermeisten von all dem aber berühren Christine Neubauers Worte das Herz. Deswegen passen sie ja auch so unsagbar gut zur Nachmusik und zu Weihnachten. Wenn Carola singt, bekomme ich immer noch und jedes Mal Gänsehaut und vergesse die Zeit, so sehr nimmt sie mich in diesen Augenblicken mit. Das Programm dauert über zwei Stunden und wie das immer so ist bei den guten Dingen, es geht viel zu schnell vorbei. Es war ein Konzert und eine Lesung in echter Wohnzimmeratmosphäre und genau das hat es ja so besonders gemacht. Und natürlich habe ich euch eine CD von der Tour mitgebracht, damit ihr all die wunderbare Musik und die wertvollen Gedichte in Ruhe zu Hause anhören könnt und mir glaubt, dass ich nicht zu viel versprochen habe. Natürlich mit einer persönlichen Widmung von allen fünf Nachtmusikanten und Christine Neubauer. Schreibt mir einfach einen Kommentar warum es euch von Herzen freuen würde, diese CD zu gewinnen und ich verlosen sie dann unter allen Teilnehmern.

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Danke aus ganzem Herzen der Nachtmusik und Christine Neubauer und speziell für mich heute Carola für diesen berührenden Adventsabendaus ganzem Herzen eben. Eure M.

Wer die Weihnachtsgeschich’n noch persönlich erzählt bekommen möchte, hier ist der Tourplan:

Termin

Uhrzeit Stadt Saal
Do., 08.12.2016 20:00 Uhr Miesbach Waitzinger Keller
Fr., 09.12.2016 20:00 Uhr Straubing Rittersaal im Herzogschloss
Sa., 10.12.2016 20:00 Uhr Lappersdorf Aurelium
So., 11.12.2016 20:00 Uhr Mühldorf Stadtsaal
Do., 15.12.2016 19:30 Uhr Eggenfelden Theater an der Rott
Fr., 16.12.2016 20:00 Uhr Viechtach Stadthalle
Sa., 17.12.2016 20:00 Uhr Landshut Stadtsäle Bernlochner
So., 18.12.2016 20:00 Uhr Passau Redoute

 

Tür Nummero 5: Postkarten aus Venedig

Tür Nummero 5: Postkarten aus Venedig

Im Herbst durften wir überraschend nach Venedig reisen und wenn es ein bisschen ruhiger wird nach Weihnachten, dann werde ich euch sicher bald darüber berichten.

Auf dem Nachhauseweg habe ich noch schnell drei Karten am vorbei gehen gekauft und dann auch im vorbei gehen geschrieben. Die Adressen an die ich sie verschicken wollte, musste ich erst im Netz nach goggeln. Ging aber nicht, weil Tom’s Handy leer war. Erst im Auto konnte ich wieder nach den Adressen suchen. Auf der Autobahn von Venedig bis zum Brenner hab ich überall geschaut, ob ich nicht irgendwo einen Briefkasten finde. Nada. Es gab einfach keinen oder ich habe ihn zumindest übersehen. Aber jetzt ist mir was eingefallen und das erzähle ich euch jetzt gleich mal. Alsoooo…

Die erste Karte war für Petra vom Blog Nur Mut. Ich hab Petra das erste und (bisher) letzte Mal getroffen, als sie mit ihrem Mann Robert und Hund Monet bei mir an der Alpencampingplatz-Rezeption stand. Sie ist mir in Erinnerungen geblieben, wie all die guten Dinge, die man nie vergisst, auch wenn man ihnen nur kurz begegnet. Monate später schreibt sie mir eine Nachricht, ob ich mich denn noch an sie erinnern kann. Und ob. Beim Recherchieren für ihr Buch in dem sie über ihre Reise mit Hund nach Venedig schreibt, war unser Alpencampingplatz einer der ersten Stationen. Und so ist sie dann über den Blog gestolpert und jetzt weiß ich, dass sie auch einen hat. Noch dazu einen der sehr, seeehr lesenswert ist. Eines Tages kam eine Postkarte von ihr aus der Schweiz, weil ich ja mal im Blog erwähnt hatte, wie sehr ich Handgeschriebenes liebe. Diese Karte hat mich wirklich aus ganzem Herzen gefreut! Und wie konnte ich dann anders, als Petra eine Karte aus Venedig zu schicken.

Die zweite war für Katharina von sonahundsofern. Ihr wunderschöner Reiseblog wurde genau zu dieser Zeit ein Jahr alt und was passt besser für einen Reiseblog als ein kleiner Glückwunschkartengruß aus Venedig. Katharina ist im Moment in Asien unterwegs, aber nächstes Jahr kommt sie nach Bad Tölz und ich darf nach Frankfurt reisen. Weil ich zwei Mal Riesenglück hatte, aber das ist wirklich eine ganz andere Geschichte.

Es gibt noch gute drei händevoll Blogs die ich aufrichtig liebe, aber der Nachhauseweg hätte einfach länger sein müssen. Die nächste Reise aber kommt bestimmt. Doch was ist jetzt mit den Karten, die seitdem an unserer Pinnwand in der Rezeption hängen? Ich habe ein bisschen nachgedacht und mir ist auch was eingefallen. Im Frühling wenn der erste Schnee in den Bergen schmilzt, dann kommen sie wieder und ich kann es kaum erwarten: Die ersten Venedigwanderer! Wie sehr ich von dieser Reise faziniert bin, habe ich auch in meinem allerersten Blogbeitrag geschrieben. Vom Losgehen und Ankommen

Und dann such ich mir jemanden von ihnen aus, der genauso freundlich verschmitzt und offen lacht wie Petra und dann…geb ich ihr/ ihm die Postkarten einfach mit und schick sie somit noch einmal auf die Reise und die gleiche Route die Petra, Robert und Monet letzten Sommer zu Fuß gegangen sind. Und (wenn es bis dahin schon fertig ist) pack ich das Buch noch oben drauf.

img_3133Und die dritten Karte? Die ist für dich! Ich schreibe DEINE Adresse drauf und lasse sie für dich über die Berge bis hin zum Markusplatz tragen. Die ersten Sätze schreibe ich und den restlichen Text schreibt der „ausgewählte“ Wanderer dann, wenn er das Gefühl hat, die wichtigeste Erkenntnis seiner Reise in einem Satz zusammen fassen zu können. Für wen darf die Karte auf die Reise gehen? Schreibt mir kurz im Kommentar eure Gründe, ich wähle vom Gefühl her einen aus und im nächsten Jahr erreicht dich dann ein ganz besonderer Gruß direkt aus Venedig! Aus ganzem Herzen, euere M.