Arzriver – Wie die Indianer und Cowboys in den Isarwinkel kamen

Vielleicht gibt es unter euch noch welche, die sich noch an den Kehraus im Arzbacher Hof erinnern? Am Faschingsdienstag wurde nach einem rauschenden Faschingsball und einer uralten Tradition der Fasching offiziell verabschiedet. Dafür hat man tatsächlich jedes Jahr einen Freiwilligen gefunden, den man dann in einen sargähnlichen Gegenstand aufgebahrt (ja aufgebahrt) hat. Jeder der Faschingsgäste verabschiedete sich dann persönlich von seinem Fasching in dem sie ihm Schnaps, Getränkereste, Zigarettenkippen (!!!) … einfach alles was man so einem Lebemensch wie dem Fasching als letzten Gruß auf den Weg geben möchte, mit in seine letzte Ruhestätte kippten. Leider haben wir von dieser Zeit keine Fotos mehr. Geschichten gibt es auf alle Fälle genügend. Theo L. aus München zum Beispiel hat seine Rolle des verstorbenen Faschings so täuschend echt gespielt, daß man sich während des Begräbnisses tatsächlich nicht mehr sicher war, ob er wirklich noch lebt.  Und weil früher das“Raufen“ grundsätzlich als Standard für einen guten Faschingsball gegolten hat, war am Ende meisten mehr vom Inventar kaputt, als alle Faschingsgäste miteinander an der Bar hätten trinken können. Irgendwann wurde so der Fasching vorrübergehend für immer im Arzbacher Hof beerdigt.

Aber eben nur vorrübergehend. 2012 haben wir ihn dann langsam wieder aufgeweckt. Und er ist von den Toten auferstanden, unser geliebter Fasching vom Arzbacher Hof. Das Motto war mit meiner reinkarnierten Indianervergangenheit und nach einem Besuch im mittlerweile nicht mehr existierenden Oklahoma und im Rattlesnakesaloon in München klar – der Wilde Westen musste es sein.  Dann brauchten wir noch einen Namen, der erste und einzige Vorschlag von Hans Demmel wurde sofort so übernommen: Arzriver. That’s it! Dann haben wir einfach den ganzen Arzbacher Hof in einen Saloon umgebaut und am Ende war’s so echt, daß wir uns fühlten als wären wir wirklich dort. Wild wild west. Wir haben an alle Orte die uns eingefallen sind Plakate aufgehängt, jeden halbwegs cowboyähnlichschauenden Passanten einen Flyer in die Hand gedrückt und erst gemerkt wie sehr uns die Arzriver Idee in den Bahn gezogen hat, als wir uns einmal beim Mittagessen über verschiedene Coltgrößen unterhielten. Das war einfach deswegen weil wir uns so sehr gewünscht haben, den Fasching weiterhin am Leben zu halten. Und jetzt 4 Jahre später ist er lebendiger denn je und wartet darauf, mit uns in den Sonnenuntergang (bis zum Sonnenaufgang) zu reiten und uns zu crazy drinks an der Bar zu verführen. Irgendwie ist es doch so, ein bisschen wilder Westen steckt in jedem von uns. Henry Fonda, Claudia Cardinale oder doch lieber ein weiser Medizinmann. Wer bist du? Wir, soviel ist jedenfalls sicher, stehen genau hier an der Schwingtür des Arzriver Saloons und warten auf dich. Wer auch immer du sein magst. Du kannst dir garnicht vorstellen, wie sehr wir uns über dich freuen. Truth. I swear. Und wenn du mich irgendwo im Arzriver-Pao-Wow findest, ich lade dich sehr gerne auf einen Whiskey oder so an der Saloonbar ein. Indianerehrenwort.

Termin vormerken: 30.01.2016 ab 20 Uhr mit den fabelhaften Honky Tonk 5 und dem legendären DJ Master G

Was ich dir wünsche? Freude am Leben und finde heraus wieviele von dir noch in dir schlummern. Du bist nicht immer der für den du dich hältst. Aus ganzem Herzen M.

 

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Der allererste Arzriver

Der Arzriver No 2

 

 

 

 


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