Vom ersten und dem zweiten Augenblick kleine Wunder zu sehen

Gestern bin ich nach Lenggries gefahren, um noch eine kleine Brotzeit für uns zu holen. (Betriebsurlaub, da geht uns schon mal das Essen aus) Der Himmel war dunkelblau, der Mond leuchtete (fast) in seiner ganzen Größe über der Isarwinkler Bergkette und  sein magisches Licht spiegelte sich in Schneefeldern und  weißbestäubten Baumspitzen wieder. Ich habe schnell noch einen kleinen Umweg gemacht und mir ein freies Platzerl unterm Geierstein gesucht. Dort war der Mond noch hinter den Bergen versteckt, um genau in diesem Augenblick  hinter dem Geierstein aufzugehen.  So ein zauberhafter Moment. Meine Kamera ist zu Hause, zu gerne hätte ich ein Bild für euch aufgenommen. Der Kirchturm schlägt exakt fünf Uhr. Morgen bin ich wieder da, das verspreche ich euch. Selber Ort, selbe Stelle. Kurz vor fünf, ich schnappe mir meinen Mann, meine Kamera und wir machen uns auf den Weg. Als wir in Arzbach wegfahren  sehe ich, daß der Mond heute ganz rund  ist. Der Himmel ist wieder so blau wie gestern. Mei, ist das schön!

Ich schwärme meinen Mann von dem wundervollen Mondaufgang von gestern vor. Als wir da sind ist es immer noch kurz vor fünf. Wir warten. Und warten. 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten…und irgendwann kommt dann der goldschimmernde Vollmond stark und kraftvoll wie gestern hinter den Bergen hervor. Der Himmel ist heute nicht mehr blau, sondern nachtschwarz. Der Augenblick ist anders, aber genauso magisch. Und jetzt frage ich mich, wie kann es sein, daß zwischen den selben Mondaufgängen von gestern und heute ein Unterschied von über 15 Minuten liegt. Zudem der Mond heute ein gutes Stück weiter vorne aufging als gestern. Ich habe mich nicht verschaut oder in der Uhrzeit vertan, ich schwöre! Ich finde es raus warum das so ist! Und über noch was muß ich nachdenken. Das es manches Mal Situationen gibt, von denen man annimmt sie wären morgen noch genauso wie sie das heute sind. Zumindest in ähnlicher Form. In Wirklichkeit ist das aber dann gar nicht so. Das macht auch nichts, wenn sie so wie heute sind. Wunderschön, nur eben anders. Erklären kann ich das nicht. Genauso wenig wie die bunten Lichter die überall auf meinen Bildern herumfliegen. Vielleicht kann das ein Fotograf, aber die Vorstellung, daß sie vielleicht nicht zu erklären sind gefällt mir. Faszinierend sind sie alle mal.

Ich wünsche dir, ein Leben das gefüllt ist mit kleinen und großen Wundern und das kein Augenblick dem anderen gleicht, weil das erst macht ihn einzigartig. Eine wunderschöne Vollmondnacht, wünscht aus ganzem Herzen M.

Foto M.Linke


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